Aktuelle Fördermaßnahmen

Hier finden Sie einen Überblick über aktuelle Fördermaßnahmen der Apothekerstiftung Westfalen-Lippe.

Inhaltsstoffe pflanzlicher Arzneimittel als Leitstrukturen für neue Chemotherapeutica gegen vernachlässigte Tropenkrankheiten

In diesem Projekt geht es um die Identifizierung neuer natürlicher Wirkstoffe gegen die humane Afrikanische Trypanosomiasis (HAT, „Schlafkrankheit“), die Chagas-Krankheit, die viszerale Leishmaniasis und die tropische Malaria, die in teils entlegenen Teilen der Welt jedes Jahr, insbesondere in wenig privilegierten Bevölkerungsschichten, viele tausend Todesfälle fordern. Das zuvor geförderte Projekt "Screening zugelassener Phytopharmaka auf Aktivität gegen Erreger vernachlässigter Tropenkrankheiten (Neglected Tropical Diseases) wird hiermit fortgesetzt.

 

Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit in einem Pflegeheim durch eine Medikationsanalyse mit und ohne Genotypisierung

Mit dieser Studie soll die Optimierung der Medikation und dadurch bedingt die Verbesserung des Gesamtzustandes von Pflegeheimbewohnern erzielt werden. Dabei wird im Rahmen der Medikationsanalyse besonderes Augenmerk auf Arzneimittelinteraktionen, Doppelverordnungen und potentiell inadäquate Arzneimittel gelegt. Die besondere Leistung dieses Projekts besteht in der Verknüpfung von einer Medikationsanalyse mit einer individuellen Genotypisierung der arzneimitteltherapierelevanten Gene, um das jeweilige Ansprechen auf einzelne Arzneistoffe vorhersagen und arzneimittelbedingte Risiken reduzieren zu können (v. li. Herbert Bruckelt, Dirk Bruckelt, Dr. Anke Lochmann, Peter Raphael Franken).

 

Entwicklung und Evaluierung eines Algorithmus und Handlungsfadens für das Medikationsmanagement bei Bewohnern von Altenwohnheimen - AMBER-Studie

Medikationsmanagement und Medikationsanalyse sind Instrumente der pharmazeutischen Betreuung, die sich international etabliert haben und auch in Deutschland zunehmend an Bedeutung gewinnen. Eine Patientengruppe, die besondere Beachtung finden sollte, sind Bewohner von Alten- und Pflegeheimen. Ziel dieses Projektes ist daher die Entwicklung und Evaluation eines Handlungsleitfadens, der Pharmazeuten durch die Medikationsanalyse für Heimbewohner führt und die besonderen Aspekte der Therapie dieser Patienten berücksichtigt.

 

Arzneimittelsicherheit einer intravenösen Eisengabe bei Tumorerkrankungen

Eine große Anzahl von onkologischen Patienten weist zusätzlich zu ihrer Tumorerkrankung eine Anämie auf, die zu einer geringeren Überlebenswahrscheinlichkeit und zu einer verminderten Lebensqualität führt. Die Behandlung einer Anämie kann mit Bluttransfusionen, Erythropoetin und/oder einer Eisengabe erfolgen. Bei diesem Projekt wird die Sicherheit der intravenösen Eisengabe bei Tumorerkrankungen auf zellulärer Ebene erforscht. Hierfür werden verschiedene Tumorzelllinien mit intravenösen Eisen behandelt und untersucht.

 

Medikationsmanagement in AMTS-qualifizierten Apotheken unter Einbeziehung der AOK-PatientenQuittung

Die Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) ist in den letzten Jahren zunehmend in den Fokus des öffentlichen Interesses gerückt. Vor allem ältere Patienten mit Polymedikation unterliegen einem hohen Risiko für unerwünschte Arzneimittelwirkungen. Seit September 2012 bietet die AKWL Apothekern an, sich zum "AMTS-Manager" weiterzubilden, um ihren Patienten ein qualitätsgesichertes Medikationsmanagement anbieten zu können. Dabei stehen die Erkennung und Lösung arzneimittelbezogener Probleme im Vordergrund.

 

Anti-adhäsive Naturstoffe gegen Helicobacter pylori

Etwa 50 % der Weltbevölkerung ist von einer Infektion mit dem Gram-negativen, hochspezialisierten Bakterium Helicobacter pylori betroffen.  Aufgrund steigender Antibiotikaresistenzen müssen H. pylori Infektionen systemisch mit höheren Dosen und längeren Behandlungsdauern therapiert werden. Neben diesen, den Resistenzen angepassten Behandlungsmaßnahmen, senken auch die auftretenden Nebenwirkungen die Adhärenz bei betroffenen Patienten. Da zurzeit keine Alternativen verfügbar sind, besteht ein großes Interesse neue, innovative Arzneistoffe gegen diese Infektionen zu entwickeln, die ihre antibakterielle Wirkung möglichst über einen in der Therapie bisher nicht genutzten Wirkungsmechanismus ausüben.

 

Medikationsmanagement durch Apotheker in der Pharmakotherapieverordnung und -anwendung bei Patienten in Alten- und Pflegeheimen

Das Projekt möchte die Qualität in allen Prozessschritten der Arzneimitteltherapie bei geriatrischen Patienten sichern und dort, wo dies erforderlich ist, Prozessabläufe optimieren. Dazu sollen zunächst arzneimittelbezogene Probleme, die ein Risiko für die Therapiesicherheit des Patienten darstellen könnten, identifiziert und klassifiziert werden. Im Anschluss an diese Analyse werden gemeinsam mit den beteiligten Ärzten und Pflegedienstmitarbeitern geeignete pharmazeutische Lösungsstrategien entwickelt und in die Praxis implementiert.

 

PHARM-CHF-Studie

PHARM-CHF ist eine randomisierte, kontrollierte Studie. In dieser Studie wird der Effekt eines apothekenbasierten, interdisziplinären Programms bei Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz untersucht. PHARM-CHF ist das Akronym für den englischen Studientitel “Pharmacy-based interdisciplinary Program for Patients with Chronic Heart Failure: A Randomized Controlled Trial”.

 



Ansprechpartner

Apothekerstiftung Westfalen-Lippe
Sekretariat: Gerburg Mielsch
Bismarckallee 25
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