Über 14.000 wohnortnahe Arbeitsplätze

Apotheken in Westfalen-Lippe lösen wöchentlich mehr als 22.000 Problemfälle

(Münster, 2. September 2008) Jede Woche lösen die 2.243 Apotheken in Westfalen-Lippe mehr als 22.000 arzneimittelbezogene Probleme. „Wer in einem Supermarkt oder einer Drogerie ein Rezept einlöst, denkt oft nicht daran, dass Arzneimittel auch Probleme bereiten können, etwa Wechselwirkungen oder Doppelverordnungen. Diese Probleme werden von Apothekenmitarbeitern meist souverän gelöst - Supermarktkassiererinnen können das nicht“, sagt Gabriele Regina Overwiening, Vizepräsidentin der Apothekerkammer Westfalen-Lippe.

Probleme treten gleichermaßen bei Erst- und Folgeverordnungen auf. „Chronisch Erkrankten nützt die pharmazeutische Kompetenz am meisten. Wenn der Apotheker alle Arzneimittel in einer Medikationsdatei registriert, kann er Doppelverordnungen und Wechselwirkungen leicht erkennen,“ so Overwiening. „Zusätzlich übernehmen die Apotheken Aufgaben wie Notdienst oder fertigen Rezepturen an – Supermärkte können und wollen diese personal- und kostenintensiven Dienstleistungen nicht übernehmen.“

Die mittelständischen Apotheken in Westfalen-Lippe bieten über 14.000 wohnortnahe und familienfreundliche Arbeitsplätze. In ganz Nordrhein-Westfalen sind es insgesamt 29.400 Jobs – auch in strukturschwachen Regionen. Die Menschen in NRW sind mit dem bestehenden Apothekensystem sehr zufrieden: 57 Prozent bewerten es mit der Schulnote gut oder sehr gut, so das Ergebnis einer Infas-Umfrage aus diesem Jahr. „Wer die Versorgung in ländlichen Gebieten erhalten will, darf nicht zulassen, dass die bewährte Struktur der inhabergeführten Apotheken zerstört wird“, sagt Gabriele Regina Overwiening.

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