180 Besucher bei der 11. Vortragsveranstaltung der Apothekerstiftung
„Arzneimittel sind keine Schnürsenkel“: Heribert Prantl zur Ethik im Gesundheitswesen

Ein Plädoyer gegen die Ökonomisierung des Gesundheitswesens, gegen die „Verbetriebswirtschaftlichung“ der Medizin – das war der Gastvortrag von Heribert Prantl bei der elften Vortragsveranstaltung der Apothekerstiftung Westfalen-Lippe. Der Jurist und Journalist ist Mitglied der Chefredaktion der Süddeutschen Zeitung und sprach im vollbesetzten barocken Saal des Erbdrostenhofs zur „Ethik im Gesundheitswesen“. Der Einladung der Stiftung waren über 180 Gäste aus Münster und dem Umland gefolgt.

Stiftungspreis für Anna Fleischer
Die Apothekenbibliothek

Viele Apotheker/innen entwickeln in ihrer alltäglichen Arbeit oder in ihrer Region herausragende Ideen und setzen diese engagiert und kreativ um“, sagt Gabriele Regina Overwiening, Vorsitzende des Vorstandes der Apothekerstiftung Westfalen-Lippe. „Mit unserem Stiftungspreis möchten wir diese Projekte nicht nur würdigen, sondern zugleich eine Plattform mit „Best Practice“-Beispielen für die Kolleginnen und Kollegen aufbauen.“

4. Journalistenpreis der Apothekerstiftung verliehen
Fünf Beiträge zu Pharmazie und Apotheke ausgezeichnet

12.500 Euro Preisgeld, fünf ausgezeichnete Beiträge und eine tiefgründige, jeden noch so kleinen Anhaltspunkt aufgreifende Recherchearbeit zu einem der womöglich größten Skandale im deutschen Gesundheitswesen, die die Arbeiten der anderen Bewerber in den Schatten stellte: Vor 150 Gästen aus Medienbranche und Gesundheitswesen im Schloßtheater Münster wurde am Montagabend der Journalistenpreis der Apothekerstiftung Westfalen-Lippe verliehen. Der erste Platz und damit verbunden ein Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro ging an das Recherchezentrum „Correctiv“ für seine Arbeit „Die Alte Apotheke“ zum Bottroper Skandal um Krebsmedikamente, der derzeit vor dem Essener Landgericht verhandelt wird. „Machen Sie weiter und kämpfen Sie gerade in der heutigen Zeit weiter um das Vertrauen des Publikums“, apellierte Professor Achim Baum (Hochschule Osnabrück/Campus Lingen) in seiner Laudatio an die Preisträger, „vielleicht kann dieser Preis Sie dabei unterstützen.“

Stiftungspreis
Exzellente Projektarbeit im Bereich der Weiterbildung

Den Stiftungspreis für eine ganz besondere Projektarbeit erhielt Apothekerin Hülya Önal (Mitte). Kammerpräsidentin und Vorsitzende der ApothekerstiftungWestfalen-Lippe Gabriele Regina Overwiening (links) zeichnete Frau Önal (Mitte) im Rahmen der Kuratoriumssitzung der Stiftung für ihre Projektarbeit mit dem Titel „Statistische Versuchsplanung Einführung von „Design of Experiments“ im Rahmen eines Prozess Transfers im Bereich Filmcoating“ mit dem Stiftungspreis aus. Auch Dr. Walter (rechts), Geschäftsführer der Apothekerstiftung Westfalen-Lippe, gratulierte.

Traumnote 1,0
Studienpreis für Steffen Johannes Schmidt und Janna Maria Westermann

Ende Oktober fand die seit vielen Jahren an der Westfälischen Wilhems-Universität Münster zur guten Tradition gewordene feierliche Verabschiedung der Pharmaziestudierenden nach bestandenem zweiten Teil der Pharmazeutischen Prüfung statt. Im Rahmen dieser feierlichen Verabschiedung konnte Sandra Potthast als Vorstandsmitglied der Apothekerkammer Westfalen-Lippe erneut den angesehenen Studienpreis der Apothekerstiftung Westfalen-Lippe für Examenskandidaten mit exzellentem Abschluss (Traumnote 1,0) vergeben. Sie freute sich, diesen Preis an Steffen Johannes Schmidt zu überreichen, der mit der Teilnahme an einem Pharmacon-Kongress der Bundesapothekerkammer in Meran oder Schladming und einem Reisekostenzuschuss dotiert ist.Im Dezember 2015 bestand Janna Maria Westermann den zweiten Teil der Pharmazeutischen Prüfung mit der Traumnote 1,0. und erhielt ebenfalls aus den Händen von Sandra Potthast den Studienpreis der Apothekerstiftung.

Baumberger Impuls
Apothekerkammer und Ärztekammer verabschieden gemeinsames Positionspapier: Kooperation zum Wohle des Patienten

Die Spitzen der Ärztekammer Westfalen-Lippe und der Apothekerkammer Westfalen-Lippe haben  in Nottuln im Rahmen einer zweitätigen Klausurtagung ein gemeinsames Positionspapier verabschiedet. Der sogenannte „Baumberger Impuls“ beschreibt vier Handlungsbereiche, in denen die beiden Heilberufe zukünftig noch intensiver zum Wohle der Patienten zusammenarbeiten wollen.