Festvortrag mit Professor Heribert Prantl

Plädoyer für ein ethisches Gesundheitswesen

Eine weitere hochkarätige Vortragsveranstaltung bietet die Apothekerstiftung Westfalen-Lippe am Samstag, 15. September im Erbdrostenhof in Münster an. Referent der bereits elften Vortragsveranstaltung der Stiftung ist der Chefredakteur der Süddeutschen Zeitung, Professor Dr. Dr. Heribert Prantl.Der diesjährige Festvortrag steht unter dem Titel „Ethik des Gesundheitswesens“ und ist als ein Plädoyer gegen die umfassende Ökonomisierung des Alltags sowie die umfassende Ökonomisierung des Gesundheitswesens zu verstehen. Prantl wendet sich sehr leidenschaftlich gegen „die Sucht, das ganze Leben und auch noch das Sterben am Lineal der Ökonomie zu messen“. Die Stärke eines Volkes messe sich am Wohl der Schwachen, betont Heribert Prantl, der sich vehement gegen neoliberale Tendenzen im Gesundheitswesen ausspricht und kritisiert: „Betriebswirtschaftliche Rationalität ist an die Stelle der Ratio, der Vernunft der Aufklärung, getreten.“

Heribert Prantl ist Jurist, Journalist und Autor. Der 64-jährige ist seit 2011 Mitglied der Chefredaktion der Süddeutschen Zeitung. Anfang 2018 übernahm er das neu geschaffene Meinungsressort bei dieser Zeitung, Prantl gilt als engagierter Verteidiger eines liberalen und weltoffenen Rechtsstaats. Sein besonderes Augenmerk richtet Heribert Prantl auf die Schnittlinien von Recht, Moral und Politik. „Entschieden fordert er die Beachtung der Grundrechte“, heißt es beispielsweise in der Verleihungsurkunde des Geschwister-Scholl-Preises 1994 an Prantl, der seit 2010 Honorarprofessor an der Universität Bielefeld ist. Seine „klare Stimme“ sei „in der deutschen Publizistik ohnegleichen.

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