Finanzierung der Telematikinfrastruktur in den Apotheken

Über die Finanzierung der Investitions- und Betriebskosten für die technische Ausstattung der rund 19.000 Apotheken im Rahmen der Telematikinfrastruktur (TI) haben der Deutsche Apothekerverband (DAV) und der GKV-Spitzenverband eine Finazierungsvereinbarung getroffen. Apotheken brauchen die TI-Anbindung im ersten Schritt für die Einführung der Fachanwendung zum elektronischen Medikationsplan, später für das elektronische Rezept.

Nach aktueller Fassung der Finazierungsvereinbarung erhalten Apotheken eine Pauschale von 1.362 Euro für die Anschaffung eines E-Health-Konnektors und zweier Kartenterminals sowie eine Aufwandspauschale von 1.280 Euro für die Installation der nötigen Hard- und Software, für installationsbedingte Ausfallzeiten und für entsprechende Schulungen. In Abhängigkeit von der Anzahl der abgegebenen Packungen erstattungsfähiger Fertigarzneimittel, die der Preisbindung der Arzneimittelpreisverordnung unterliegen, werden durchschnittlich bis zu vier Lesegeräte je Apothekenbetriebsstätte finanziert.
Auch der elektronische Heilberufsausweis des Apothekeninhabers (HBA) und eine Institutionskarte (SMC-B) je Apothekenbetriebsstätte, die für die Authentifizierung in der TI nötig sind, werden für fünf Jahre mit einer kumulierten Einmalzahlung von 449 Euro bzw. 378 Euro finanziert. Pro Quartal wird es zudem eine Betriebskostenpauschale in Höhe von 210 Euro geben.
Die Abrechnung wird über den Nacht- und Notdienstfonds des DAV erfolgen.
Die Erstattung erfolgt auf Nachweis.

Achtung: Bitte beachten Sie unser Rundfax 40/2019 vom 6.12.2020, das unverändert Gültigkeit hat.