Antworten auf die häufigsten Fragen (FAQ)
zu HBA & SMC-B

Wir beantworten hier die häufigsten Fragen, die im Zusammenhang mit dem Antrags- und Produktionsprozess der Karten sowie mit der Anbindung der Apotheken an die Telematikinfrastruktur zum jetzigen Zeitpunkt bestehen.

Wie und wo kann ich die erforderlichen Karten HBA und SMC-B beantragen?
Beide Ausweiskarten – der Apothekerausweis (HBA) und die Institutionenkarte (SMC-B) – werden durch die Apothekerkammer Westfalen-Lippe auf Antrag an ihre Mitglieder herausgegeben. Der Antrag ist derzeit ausschließlich für Apothekeninhaber/-innen möglich. Der Antrag erfolgt online über den persönlichen Mitgliederbereich. Je Betriebsstätte wird eine Institutionenkarte (SMC-B) benötigt. Für jede Betriebsstätte ist ein separater Online-Antrag zu stellen. Für jeden Apothekenverbund ist zunächst nur ein Apothekerausweis (HBA) erforderlich.

Benötigen Filialleiter/-innen und approbierte Angestellte derzeit einen Apothekerausweis?

Bitte beachten Sie hierzu die gesonderten Informationen unter:

 
Wie bestelle ich dann die jeweilige Karte?

Nachdem Sie seitens der AKWL einen formalen Bescheid über die Bezugsberechtigung der Karten erhalten haben, folgen Sie einfach den zugesandten Informationen. Sie lösen damit die Bestellung aus. Vor der endgültigen Produktion muss die AKWL in ihrer Rolle als Kartenherausgeberin die Karten jedoch noch formal freigeben. Dies erfolgt in der Regel am selben Werktag.

Was ist, was kann und wozu dient die Institutionenkarte (SMC-B) und was wird auf der Karte gespeichert?
Die SMC-B ist eine SIM-kartengroße Chipkarte, die in Kombination mit einem Konnektor und einem eHealth-Kartenterminal die Apotheke innerhalb der Telematikinfrastruktur identifiziert und authentifiziert sowie die Kommunikation der zu übertragenden Daten verschlüsselt.
Die SMC-B ermöglicht zudem einfache elektronische Signaturen.

Neben einigen technischen Angaben sind in den elektronischen Zertifikaten auf der SMC-B folgende Daten gespeichert:

  • Name der Apotheke,
  • Anschrift/Adresse des Apothekenstandorts,
  • Vornamen, Nachname und Titel des Inhabers/Verantwortlichen,
  • Telematik-ID der Apotheke,
  • Berufsgruppe und
  • attributsbestätigende Stelle (Apothekerkammer).

Die elektronischen Zertifikate, die auf der Karte hinterlegt sind, haben eine Gültigkeit von 5 Jahren.

Was ist, was kann und wozu dient der Apothekerausweis (HBA) und was wird auf der Karte gespeichert?
Der HBA ist eine personenbezogene Chipkarte (in Ihrem Fall ein „Apothekerausweis“) im Scheckkartenformat, der spezifisch für den jeweiligen Leistungserbringer-Sektor bundesweit definiert wird. Hierfür ist der HBA u.a. mit entsprechenden Zertifikaten zur Identifikation ausgestattet, die Sie letztlich zweifelsfrei als Apotheker/in ausweisen. Der HBA ermöglicht die qualifizierte elektronische Signatur in den verschiedenen Anwendungsfällen, etwa um Protokolle oder elektronische Verordnungen zu unterschreiben. Diese Signatur ist der händischen Unterschrift gleichgestellt. Diese Funktionalität ist auch außerhalb der TI einsetzbar.

Neben einigen technischen Angaben sind in den elektronischen Zertifikaten auf dem HBA folgende Daten gespeichert:

  • Vorname, Name und Titel des Ausweisinhabers,
  • Telematik-ID des Ausweisinhabers,
  • Berufsgruppe des Ausweisinhabers und
  • attributsbestätigende Stelle (Apothekerkammer).

"Verfällt" ein HBA?
Die elektronischen Zertifikate, die auf dem Ausweis hinterlegt sind, haben eine Gültigkeit von 5 Jahren. Rechtzeitig vor Ablauf werden Karteninhaber durch den qVDA (Kartenhersteller) über die Notwendigkeit zur Beantragung/Bestellung einer Folgekarte informiert.
Häufig gibt es Irritationen, beide Karten müssten „punktgenau“ mit den Hardware-Komponenten geliefert werden, um eine Aktivierung zu ermöglichen. Richtig ist, dass der HBA innerhalb einer Frist von 28 Tagen durch den Ausweisinhaber freigeschaltet werden muss. Die Freischaltung erfolgt im Antragsportal des Karten-Anbieters (qVDA). Das Vorhandensein der Komponenten der Telematikinfrastruktur (Konnektor, Kartenlesegeräte, etc.) ist hierfür nicht erforderlich.

Wann benötige ich das Foto für den Apothekerausweis?
Das Foto, das für den Apothekerausweis (HBA) erforderlich ist, wird während des Bestellprozesses im Portal des ausgewählten qualifizierten Vertrauensdiensteanbieters (qVDA)/Kartenherstellers hochgeladen.

Was ist bei OHGs zu beachten?
Wird eine Apotheke in der Rechtsform der OHG betrieben, haben prinzipiell alle Gesellschafter die Berechtigung, eine SMC-B zu beziehen. Um eine Apotheke bei Vorhandensein der notwendigen technischen Ausstattung an die Telematikinfrastruktur (TI) anzubinden, ist jedoch – wie bei Einzel-, Haupt- und Filialapotheken pro Betriebsstätte nur eine SMC-B notwendig. Auch die Kostenerstattung erfolgt hier nur für eine SMC-B je Betriebsstätte.
Beim Apothekerausweis (HBA) hat jeder Gesellschafter einer in der Rechtform OHG (oder GbR) geführten Apotheke einen Anspruch auf die Zahlung der einmaligen Betriebskostenpauschale für den Apothekerausweis.
Dazu ist es notwendig, dass im Rahmen der TI-Antragstellung, der jeweilige Vertretungsbefugte dem Nacht- und Notdienstfonds als Abrechnungsstelle für die TI-Vereinbarung einen entsprechenden Nachweis der Gesellschafterstruktur (Kopie der Betriebserlaubnisse, Handelsregisterauszug, Gesellschaftervertrag) übersendet.
Informationen zur Refinanzierung und Abwicklung der TI-Kosten finden Sie unter www.dav-notdienstfonds.de/ti-themen/uebersicht

Aber auch in einer OHG ist nach derzeitigem Stand nur eine Karte erforderlich.

In welchem Umfang und wie werden die Kosten für die Anbindung an die Telematikinfrastruktur erstattet?
Die Kosten für die SMC-B je Betriebsstätte und des HBA für den Apothekeninhaber werden refinanziert. Die Abwicklung erfolgt über den Nacht- und Notdienstfonds des DAV.
Weitere Informationen zur Erstattung der TI-Kosten der Apotheken, der diesbezüglichen Antragstellung und der Zahlungsabwicklung sind auf den Internetseiten des Nacht- und Notdienstfonds unter www.dav-notdienst-fonds.de/ti-themen/uebersicht zu finden.

UPDATE: Inzwischen wurde die Finanzierungsvereinbarung dahingehend angepasst, dass auch einmalig die Kosten des Apothekerausweises/HBA für angestellte Approbierte in öffentlichen Apotheken erstattet werden. Nähere Informationen finden Sie unter:

 
Wie erfolgt die Anbindung von Krankenhausapotheken?

Für den Anschluss des Krankenhauses an die Telematikinfrastruktur ist der Krankenhausträger verantwortlich. Bei den hierfür notwendigen Schritten und dem Bezug der SMC-B werden die Krankenhäuser durch die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) und die Deutsche Krankenhaus Trust-Center und Informationsverarbeitung GmbH (DKTIG) unterstützt.
Weitere Informationen finden Sie unter
www.dktig.de/trustcenter/trustcenter-smc-b sowie
www.dkgev.de/themen/digitalisierung-daten/telematik-infrastruktur/ti-hinweise/

Und das E-Rezept?
Bis zum 30.06.2020 muss die Gesellschaft für Telematik (gematik) Maßnahmen zum Versand von elektronischen Rezepten ergreifen, das heißt technischen Spezifikationen erstellen. Ab dem 01.01.2022 soll dann die elektronische Verordnung bundesweit verpflichtend sein. Dazu soll die gematik auch eine App entwickeln, über die sich das Rezept direkt auf das Smartphone laden lässt.

Weitere Informationen zum eRezept finden Sie auf der Website der gematik unter