Mai 2014: Journalistenpreis der Apothekerstiftung zum zweiten Mal verliehen

Zum zweiten Mal wurde am Montagabend der mit insgesamt 12.000 Euro dotierte Journalistenpreis der Apothekerstiftung Westfalen-Lippe verliehen. Vor 150 Gästen aus Medien und Gesundheitswesen zeichneten die Jury-Mitglieder zwei Printbeiträge, einen Hörfunkbeitrag und einen Fernsehbeitrag jeweils mit einem Ersten Preis aus.

In der Kategorie „Hörfunk“ setzten sich Elfie Schader und Birgit Becker aus der WDR 5-Redaktion mit einem Beitrag über „Medikamenten-Rückstände im Wasser“ durch. Sie nahmen dafür ein Pilotprojekt im Ort Bad Sassendorf unter die Lupe, der scherzhaft als „größtes Altersheim in Nordrhein-Westfalen bezeichnet wird“. Hier haben Forscher durch modernste Labortechniken ermittelt: In Flüssen und Bächen finden sich jede Menge Arzneimittelrückstände.

Christian Rohde und Jörg Göbel vom ZDF-Magazin „Frontal 21“ erhielten für den Beitrag „Schmerzen auf Rezept“ den Journalistenpreis in der Kategorie „Fernsehen“. Sie beleuchteten an Fallbeispielen die „Masche“ einiger Betriebskrankenkassen, wegen marginaler Formfehler Schmerzpatienten nicht zu versorgen. „Die Apotheken bleiben auf den Kosten sitzen. Die Patienten werden mit ihren Schmerzen allein gelassen. Experten bewerten das als Zechprellerei“, so das Autoren-Duo.

In der Kategorie „Print“ wurde der Beitrag „Die Pillen spielen mit“ von Florian Riesewieck, veröffentlicht in der Westfälischen Rundschau (Schwerte) mit einem Ersten Platz ausgezeichnet. „Doping findet nicht nur bei Rad-Rundfahrten und Olympischen Spielen statt“, so der Autor, der den Einsatz unerlaubter Hilfsmittel im Amateurfußball beleuchtet. Sein Fazit: „Auch Kreisliga-Kicker tun es. Manche unbewusst, andere systematisch.“

Den – wie alle anderen Preise mit 3.000 Euro dotierten – Sonderpreis der Jury erhielt Dr. Helen Bömelburg für das in der Allgemeinen Zeitung Coesfeld erschienene Porträt „Ein letztes Mal im weißen Kittel“.

Dritte Auflage bereits gestartet
Bei der zweiten Auflage des Journalistenpreises schafften es 40 Wettbewerbsbeiträge auf die „Shortlist“ der Jury. Sie überprüfte die Arbeiten auf Herz und Nieren. „Dabei war es den journalistischen Experten wichtig, dass das pharmazeutische Themenspektrum nicht oberflächlich, sondern wieder mittels fundierter Recherche in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gerückt wird“, betont Gabriele Regina Overwiening, Vorsitzende der Apothekerstiftung Westfalen-Lippe.

Bereits gestartet wurde die dritte Auflage des Journalistenpreises. Hierfür werden im Frühjahr des Jahres 2016 die Beiträge berücksichtigt, die in den Jahren 2014 und 2015 von Medien im Landesteil Westfalen-Lippe publiziert werden bzw. Themen aus der Region Westfalen-Lippe aufgreifen.

Alle Preisträger auf einen Blick:

Kategorie Print:
1. Preis (3.000 Euro): Florian Riesewieck (Westfälische Rundschau, Schwerte): „Die Pillen spielen mit“

Kategorie Hörfunk:
1. Preis (3.000 Euro): Elfie Schader und Birgit Becker (WDR 5-Redaktion): „Medikamenten-Rückstände im Wasser“

Kategorie TV:
1. Preis (3.000 Euro): Christian Rohde und Jörg Göbel (ZDF, Frontal 21): „Schmerzen auf Rezept“

Sonderpreis der Jury:
(3.000 Euro): Dr. Helen Bömelburg (Allgemeine Zeitung Coesfeld): „Ein letztes Mal im weißen Kittel“

Die Jury des Journalistenpreises 2012/2013

  • Prof. Dr. Achim Baum, Professor für PR und Journalismus am Institut für Kommunikationsmanagement der Hochschule Osnabrück/Campus Lingen

  • Andrea Benstein, Studioleiterin, WDR-Landestudio Münster

  • Stefan Bergmann, Chefredakteur, Münstersche Zeitung
  • Dr. Frank Biermann, Vorsitzender, Deutsche Journalisten-Union NRW
  • Werner Hinse, Vorsitzender, Presseverein Münster-Münsterland e.V.
  • Stefan Nottmeier, Chefredakteur, radio Antenne Münster
  • Gabriele Regina Overwiening, Vorsitzende, Apothekerstiftung Westfalen-Lippe
  • Dr. Norbert Tiemann, Chefredakteur, Westfälische Nachrichten/Zeitungsgruppe Münsterland (ZGM)