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Betäubungsmittel: Versenden entgegengenommener BtM an eine zur Untersuchung von BtM berechtigte Stelle

Betäubungsmittel: Versenden entgegengenommener BtM an eine zur Untersuchung von BtM berechtigte Stelle

(aktualisiert am 05.04.2022)

 

Hier gilt es zu unterscheiden, ob es sich um eine Verdachtsprobe oder ein von einem Endverbraucher entgegengenommenes BtM oder um ein BtM aus dem eigenen Bestand handelt.

 

Weiterleitung einer Verdachtsprobe

Die Apotheke nimmt die Probe vom Einreichenden entgegen und sendet diese an eine zur Untersuchung von BtM berechtigte Stelle. Ein Abgabebelegverfahren ist nicht erforderlich, da nicht bekannt ist, ob und wenn ja, um welches BtM es sich handelt. Die Möglichkeit zur Untersuchung rauschgiftverdächtiger Stoffe besteht bei der Apotheke der LVR-Klinik Viersen.

 

Weiterleitung eines entgegengenommenen BtM zur Untersuchung auf Grund einer Beanstandung der Qualität

Die Apotheke nimmt das BtM vom Patienten entgegen und fertigt ein formloses Übergabeprotokoll an (Name desjenigen, der das BtM zurückbringt, Bezeichnung und Packungsgröße des BtM, Datum und Unterschriften des Zurückgebenden und des annehmenden Apothekenmitarbeiters).
Das Protokoll wird drei Jahre aufbewahrt. Das BtM wird nicht in den Apothekenbestand aufgenommen. Die Apotheke meldet die Beanstandung auf dem Berichtsbogen an die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK) und versendet das BtM wie auf dem untenstehenden Merkblatt beschrieben an die AMK. Das Abgabebelegverfahren ist nicht erforderlich.

 

Versenden eines BtM aus dem eigenen Bestand zur Untersuchung auf Grund einer Beanstandung der Qualität

Die Apotheke meldet die Beanstandung auf dem Berichtsbogen an die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK) und versendet das BtM wie auf dem untenstehenden Merkblatt beschrieben an die AMK. Das Abgabebelegverfahren ist anzuwenden.

 

Einsendung BtM-haltiger Reklamationsmuster an die AMK

Die Bundesopiumstelle hat der AMK die Erlaubnis zum Verkehr mit Betäubungsmitteln erteilt. Somit können Apotheken im Rahmen des Stufenplans zur Beobachtung, Sammlung und Auswertung von Arzneimittelrisiken nun auch Betäubungsmittel mit bestehendem Qualitätsmangel oder mit Verdacht auf einen Mangel an die Geschäftsstelle der AMK einsenden.

Die AMK hat ein Merkblatt zur Vorgehensweise bei der Einsendung Btm-haltiger Reklamationsmuster veröffentlicht.