AKWL-TV live zum apothekerlichen Impfen gegen Covid-19 und zur Einführung des E-Rezeptes
„Gemeinsam die Impfquote steigern“

Mehr als 620 Zuschauer*innen verfolgten die gestrige Ausgabe von „AKWL-TV live“ mit den Schwerpunktthemen E-Rezept und Corona-Impfungen durch Apotheker*innen. Im Studio in Münster begrüßte Moderator Matthias Bongard Kammerpräsidentin Gabriele Regina Overwiening und Vizepräsident Frank Dieckerhoff, sowie – aus Düsseldorf live zugeschaltet – Dr. Reinhard Kasper, als Referatsleiter im Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen zuständig für den Bereich Pharmazie. Bei der „verflixten siebten Sendung“ mussten die Zuschauer*innen zwar aufgrund einer Internetstörung immer wieder ein wackeliges Bild ertragen. Dafür waren die Positionen und Erklärungen der Studiogäste umso klarer und deutlicher.

Ab Februar Impfungen gegen Covid-19 in Apotheken
Schulungs-Marathon erfolgreich gestartet

Die ersten Spritzen sind gesetzt – bisher ist es zunächst noch eine Kochsalzlösung, die in den Oberarmen der Schulungsteilnehmer*innen „verimpft“ wurde: Die Vorbereitungen für Corona-Impfungen in den öffentlichen Apotheken laufen auf Hochtouren. Am Wochenende fanden die ersten nötigen Praxisschulungen statt. Die ersten 100 Apotheker sind im praktischen Teil nun fit fürs Impfen. In einem regelrechten Kraftakt hat die Apothekerkammer Westfalen-Lippe bis Ende Januar 60 Schulungs-Termine mit jeweils bis zu 20 Apothekerinnen und Apothekern auf die Beine gestellt.

Weniger als 1.800 Apotheken, zugleich über 1.000 offene Stellen
Apothekenzahl fällt im 17. Jahr in Folge, doch der Arbeitsplatz Apotheke boomt

Auch während der Corona-Krise ist die Zahl der Apotheken im Landesteil Westfalen-Lippe weiter gesunken. Die Apothekerkammer Westfalen-Lippe (AKWL) registriert bereits im 17. Jahr in Folge einen Rückgang - auf nunmehr nur noch 1.797 Betriebsstätten. Dem steht eine ungeheure Nachfrage nach neuen Mitarbeiter*innen gegenüber, mit aktuell über 1.000 offenen Stellen im Kammergebiet. Kein Widerspruch, wie Hauptgeschäftsführer Dr. Andreas Walter aufklärt: „Wir sehen einen klaren Trend zu größeren Betriebsstätten, die mit mehr Personal mehr Patientinnen und Patienten versorgen.“

Über 35 Jahre für den Berufsstand und die Kollegen vor Ort engagiert:
Apotheker Dr. Wolfgang Scharlemann im 80. Lebensjahr verstorben

Die Apothekerkammer Westfalen-Lippe nimmt von einem ganz besonders engagierten und verdienten Mitglied Abschied: Am 30. Dezember verstarb der langjährige Inhaber der Hof-Apotheke Detmold, Dr. Wolfgang Scharlemann, nach kurzer und schwerer Krankheit im 80. Lebensjahr. „Über mehr als 35 Jahre hat sich Wolfgang Scharlemann für den Berufsstand engagiert und für ihn verdient gemacht“, stellt Kammerpräsidentin Gabriele Regina Overwiening heraus. Dr. Wolfgang Scharlemann führte nach dem Pharmaziestudium und der Promotion seit 1974 die Hof-Apotheke in Detmold, zunächst als Pächter und von 1987 an als Inhaber, ehe er sie im Jahr 2012 an seinen Nachfolger Christian Schmidt übergab. Sehr früh engagierte er sich bereits für die berufsständische Selbstverwaltung: 1981 zog er als Delegierter in das Apothekerparlament ein, dem er ununterbrochen bis zum Jahr 2005 angehörte. 16 Jahre lang war er, von 1989 bis 2005, Vorsitzender des Ausschusses für das Zusatzversorgungswerk und Soziales und hatte dabei stets die Mitglieder im Blick, die in Notsituationen geraten waren.

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Ärztliche Schulung Corona-Impfung in der Apotheke

Nach § 20b Infektionsschutzgesetz dürfen Apotheker*innen Personen, die das 12. Lebensjahr vollendet haben, gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 impfen. Zu den Voraussetzungen für die Durchführung der Schutzimpfungen gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 gehört der Nachweis, dass die Apothekerin oder der Apotheker an einer ärztlichen Schulung teilgenommen hat und die erfolgreiche Teilnahme bestätigt ist. Für die ärztliche Schulung hat die Bundesapothekerkammer in Zusammenarbeit mit der Bundesärztekammer ein Mustercurriculum entwickelt. Dieses besteht aus den folgenden Bestandteilen.

AKWL-Hilfsprojekt vermeldet im 13. Jahr ein Rekordergebnis
Über 62.000 Euro für „Eine Dosis Zukunft“

Das 13. Projektjahr war das bisher erfolgreichste: Auf ein Rekordergebnis blickt „Eine Dosis Zukunft“, das gemeinsame Hilfsprojekt von Apothekerkammer Westfalen-Lippe und Kindernothilfe, zurück. „Über 62.000 Euro sind 2021 durch vielfältige Aktionen und Einzelspenden an Spendengeldern für die Kinder in den Slums von Kalkutta zusammengekommen“, freut sich Kammerpräsidentin Gabriele Regina Overwiening. „Das sind sage und schreibe 27.000 Euro mehr als in den zwölf Monaten zuvor.“

Pandemie zum Trotz:
Apotheken auch an Feiertagen für Patienten da

Auch über die Weihnachtsfeiertage und den Jahreswechsel sorgen die Apotheken in Westfalen-Lippe für eine Rund-um-die-Uhr-Versorgung mit Arzneimitteln. „Ob an Heiligabend oder am Neujahrsmorgen – wer dringend ein Arzneimittel benötigt, bekommt es in einer Notdienstapotheke“, versichert Apothekerin Gabriele Regina Overwiening, Präsidentin der Apothekerkammer Westfalen-Lippe. Angesichts der vierten Pandemie-Welle, die den öffentlichen Diskurs und auch die tägliche Arbeit in den Apotheken fest im Griff hat, dürfe man nicht aus den Augen verlieren, dass die Menschen auch jenseits von Corona gesundheitliche Probleme haben. „Natürlich mit Maske, aber immer noch von Angesicht zu Angesicht finden die Bürgerinnen und Bürger in den Apotheken vor Ort niedrigschwellige Ansprechpartner, die ohne Termin oder lange Wartezeiten erreichbar sind. Wenn es drauf ankommt, auch rund um die Uhr“, so Overwiening.

Apothekerkammer unterstützt die Mutmacher am UKM
Weihnachtsspende für die Clinik-Clowns in Münster

Mit einer Weihnachtsspende in Höhe von 2.000 Euro unterstützt die Apothekerkammer Westfalen-Lippe in diesem Jahr die Clinik-Clowns am Universitätsklinikum in Münster. Kammerpräsidentin Gabriele Regina Overwiening überreicht jetzt einen symbolischen Scheck an den UKM-Kulturreferenten Christian Heeck und die beiden Clinic-Clowns Pippo alias Michael Westermeier und Professor Spargetti alias Christoph Gilsbach. Immer mittwochs ist Clowns-Tag im Universitätsklinikum Münster (UKM). Im Spiel werden dann die Clowns Pippo, Professor Spargetti, Konrad und Co. zu Verbündeten der Kinder.

Digitale Kammerversammlung in Westfalen-Lippe
Overwiening nimmt Gematik in die Pflicht: „E-Rezept-Start darf nicht verstolpert werden“

Ganz im Zeichen der vierten Corona-Welle und der zum Jahreswechsel anstehenden Einführung des elektronischen Rezeptes stand die Herbstsitzung des westfälisch-lippischen Apothekerparlamentes. In der fast siebenstündigen Digitalsitzung richtete Kammerpräsidentin Gabriele Regina Overwiening heute eine klare Botschaft an die Gematik, die auf Bundesebene für die Umsetzung verantwortlich ist: „Das für alle Beteiligten wichtigste Digitalprojekt im Gesundheitswesen aller Zeiten darf nicht verstolpert werden. Wir Apothekerinnen und Apotheker sind startklar für das E-Rezept. Beim Blick auf den ehrgeizigen Zeitplan und den tatsächlichen Umsetzungsfortschritt des Gesamtprojektes wird mir aber angst und bange.“

Weiteren Beitrag zur Pandemiebekämpfung leisten
Apotheken könnten Auffrischungsimpfungen gegen COVID-19 anbieten

Zahlreiche Politiker unterschiedlicher Parteien und verschiedene Akteure im Gesundheitswesen haben in den letzten Tagen vorgeschlagen oder gefordert, dass auch in Apotheken gegen COVID-19 geimpft wird. Dazu erklärt nun Gabriele Regina Overwiening, Präsidentin der Apothekerkammer Westfalen-Lippe und der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände: „Wenn der Gesetzgeber das will und Verstärkung an der Front der Impfenden gefordert ist, könnten wir Auffrischungsimpfungen in Apotheken ermöglichen. Es gibt derzeit bundesweit etwa 2.600 Apothekerinnen und Apotheker, die eine Impfschulung absolviert haben, damit sie an regionalen Pilotprojekten zur Grippeschutzimpfung in Apotheken teilnehmen können. Kolleginnen und Kollegen aus dieser Gruppe wären am schnellsten einsatzfähig. Bei allen anderen bräuchte es natürlich etwas Zeit zur Vorbereitung.“

Kammerversammlung in Westfalen-Lippe am 1. Dezember nur digital
Vorstand beschließt Absage der Präsenzsitzung des Apothekerparlamentes

Die Dezembersitzung des westfälisch-lippischen Apothekerparlamentes findet am kommenden Mittwoch, 1. Dezember 2021 digital statt. Das hat der Vorstand der Apothekerkammer Westfalen-Lippe (AKWL) jetzt angesichts der Tag für Tag steigenden Zahl an Corona-Neuinfektionen beschlossen. Ursprünglich war vorgesehen, dass die 97 Delegierten im Congress Saal der Halle Münsterland getagt hätten.