Scheckübergabe beim 8. Westfälisch-lippischen Apothekertag
apoBank spendet 3.000 Euro an „Eine Dosis Zukunft“

Eine große Überraschung gab’s im Rahmen der Abendveranstaltung des 8. Westfälisch-lippischen Apothekertags in der Halle Münsterland: Dirk Altfeld, Direktor Standesorganisation bei der Deutschen Apotheker- und Ärztebank, hatte einen in jeder Hinsicht großen Scheck mitgebracht: „Wir unterstützen hiermit das Hilfsprojekt der Apothekerkammer Westfalen-Lippe ,Eine Dosis Zukunft‘ mit einer Spende in Höhe von 3.000 Euro“, erklärte Altfeld bei der Scheckübergabe an Kammerpräsidentin Gabriele Regina Overwiening auf der WLAT-Hauptbühne. Sie bedankte sich für die Spende der apoBank, welche das Hilfsprojekt seit seiner Gründung im Dezember 2009 immer wieder unterstützt hat: „Mit Ihrer großzügigen Spende über 3.000 Euro können wir weitere 1.500 Kinder in den Slums von Kalkutta mit Komi-Impfungen gegen Masern, Mumps, Röteln, Polio, Diphterie, Keuchhusten, Tetanus, Tuberkulose und Hepatitis B impfen und ihnen damit die Chance auf ein gesundes Leben ermöglichen“, sagte Overwiening. Eine Dosis kostet zwei Euro. „Zwei Euro für eine Leben“ lautet demnach das Motto des Projektes.

SPD-Kandidat Johannes Waldmann trifft Apothekersprecher Stephan Barrmeyer
Wichtige Arzneimittel wieder in Europa herstellen

Die Leistungen der Apotheke vor Ort – auch, aber nicht nur in der Pandemie standen im Zentrum des gestrigen Austauschs zwischen Dr. Stephan Barrmeyer, Sprecher der Apotheker*innen im Kreis Coesfeld, und Johannes Waldmann, Bundestagskandidat für den Wahlkreis Coesfeld-Steinfurt II. In Barrmeyers Laurentius-Apotheke (Coesfeld) nutzte Waldmann dabei die Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen einer Apotheke zu werden. Barrmeyer beleuchtete, welche Bälle die Apotheken vor Ort während der Pandemie in der Luft halten mussten: von der Herstellung von Desinfektionsmitteln und die Abgabe unzähliger Masken an Risikogruppen über den massiven Arbeitseinsatz hiesiger Apotheker*innen und PTA im Impfzentrum und den Aufbau einer Testinfrastruktur bis hin zur Ausstellung der Covid-19-Impfzertifikate.

8. Westfälisch-lippischer Apothekertag in der Halle Münsterland – und digital
„Wir sind Corona-Jongleure“

Politische Plädoyers für die Apotheke vor Ort, eine inspirierende Keynote und die gemeinsame Erkenntnis, dass die Apotheken-Teams in den bislang 18 Monaten der Pandemie immer wieder über sich hinausgewachsen sind: Tag eins des Westfälisch-lippischen Apothekertages ist in der Halle Münsterland zu Ende gegangen. 262 Teilnehmer*innen in drei Sälen, dazu 915 Teilnehmer*innen auf der Digitalplattform und 21 Fachaussteller – ebenfalls in digitaler Form – folgten dem Apothekerkongress der Apothekerkammer Westfalen-Lippe. Selbstbewusstes Tagungsmotto: „Mit uns aus der Krise“.

Karin Reismann erhält Verdienstmedaille der Apothekerkammer Westfalen-Lippe
Auszeichnung für „Gesundheitsbürgermeisterin“

20 Jahre war Karin Reismann ehrenamtliche Bürgermeisterin der Stadt Münster, und 20 Jahre lang trug sich den freilich inoffiziellen Titel der Gesundheits- und Sportbürgermeisterin gleich dazu. „Als man das Schlagwort der Versorgung im Quartier noch gar nicht kannte, haben Sie sich bereits für eine Stadtteil bezogene Gesundheitsversorgung eingesetzt“, betonte Kammerpräsidenten Gabriele Regina Overwiening in ihrer Laudatio auf Karin Reismann. Für ihren unermüdlichen Einsatz erhielt Reismann im Rahmen der Eröffnung des zweiten Kongresstages des Westfälisch-lippischen Apothekertags die Verdienstmedaille der Apothekerkammer Westfalen-Lippe.

8. Westfälisch-lippischer Apothekertag erstmals als Hybridveranstaltung
Selbstbewusstes Tagungsmotto: „Mit uns aus der Krise“

Nach 18 Monaten Corona-Pandemie und 15 Tage vor der Bundestagswahl verspricht der 8. Westfälisch-lippische Apothekertag (WLAT) viel Aktualität und Brisanz: Über 30 Referentinnen und Referenten sorgen am 11. und 12. September unter dem selbstbewussten Tagungsmotto „Mit uns aus der Krise“ für eine pharmazeutische und gesundheitspolitische Bestandsaufnahme samt Blick in die nähere Zukunft.

1.500 Euro für „Eine Dosis Zukunft“
Impfen in Deutschland hilft Impfen in Indien

Insgesamt 1.500 Euro spendet Apothekerin Ingrid Wegener, Inhaberin der Ludgerus-Apotheke Altenberge, an das AKWL-Projekt „Eine Dosis Zukunft“. Die Apothekerkammer Westfalen-Lippe ermöglicht Kindern im indischen Kalkutta mit dem Projekt seit 2009 die Grundimpfung gegen Masern, Mumps, Röteln, Polio, Diphterie, Keuchhusten, Tetanus, Tuberkulose und Hepatitis B – und das bei Impfkosten von nur zwei Euro pro Kombi-Dosis.

Schulungen für Modellprojekt zur Grippeschutz-Impfung gestartet:
Die ersten Spritzen von Apothekern gesetzt

Im Herbst können sich Versicherte der AOK Nordwest auch in Apotheken vor Ort gegen Grippe impfen lassen. Derzeit werden Apothekerinnen und Apotheker in Westfalen-Lippe für die neue Aufgabe geschult.

Die ersten Apotheker in Westfalen-Lippe haben „geimpft“. Zu Übungszwecken noch keinen echten Impfstoff, sondern Kochsalzlösung. Im Herbst dieses Jahres starten AOK Nordwest und Apothekerverband Westfalen-Lippe (AVWL) einen Modellversuch. Dann können sich AOK-Versicherte auch in Apotheken vor Ort vor der Virusgrippe schützen lassen. Vor dem Start sind nun am Wochenende erste Apotheker aus den Modellregionen in Münster geschult worden.

13. Vortragsveranstaltung der Apothekerstiftung mit 200 Digital-Teilnehmer*innen
Bernhard Pörksen: „Wir leben in einer Phase der digitalen Pubertät“

Live aus dem Thomas-Mann-Haus in Los Angeles sprach Kommunikationsforscher Professor Bernhard Pörksen zu den 200 Teilnehmer*innen der 13. Vortragsveranstaltung der Apothekerstiftung Westfalen-Lippe. Aufgrund der aktuellen Lage fand der Vortrag zum Thema „Fakt und Fake, Infodemie und Pandemie", über die neue Macht der Desinformation in einer medial immer stärkten erregten Gesellschaft, erstmals seit vielen Jahren nicht im barocken Erbdrostenhof in Münster, sondern als Digitalvortrag statt.

Hochwasser: Apotheken in NRW und Rheinland-Pfalz betroffen
Kammern und Verbände koordinieren Hochwasser-Hilfe auf einer zentralen Plattform

Weiterhin ist die Lage in einigen der vom Hochwasser betroffenen Gebiete in Teilen der Bundesländer Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz unübersichtlich. Während einige Apotheken die größten Schäden bereits beseitigen konnten und wieder geöffnet haben, sind andere Apotheken – vor allem in direkter Nähe kleinerer Flüsse wie Ahr und Erft – so massiv beeinträchtigt, dass sie tage- oder gar wochenlang nicht öffnen können. Dieses Fazit ziehen die Apothekerkammern und -verbände, denen die von dem Unwetter betroffenen Apotheken angehören. Um die vielen Hilfsangebote zu koordinieren, haben die sechs Apothekerorganisationen aus den betroffenen Gebieten eine zentrale Online-Plattform geschaffen, auf der alle Hilfsangebote und relevante Informationen veröffentlicht werden.

Erst war Impfstoff knapp - jetzt fehlen vielerorts Impfwillige
Apotheker appellieren: Wer sich impfen lässt, hilft mit, dass wir gut durch Herbst und Winter kommen

Eine Impfung gegen Corona ist der beste Weg, möglichst schnell zur Normalität zurück zu kehren. Einschränkungen von Grundrechten waren die Ultima Ratio im Kampf gegen die Verbreitung des Virus. Als der Impfstoff knapp war, musste rationiert und priorisiert werden. Jetzt ist genug Vakzin verfügbar und alle Bürgerinnen und Bürger können sich impfen lassen. „Wir beobachten nun allerdings mit zunehmender Sorge, dass es vielerorts an Impfwilligen mangelt“, erklären Gabriele Regina Overwiening, Präsidentin der Apothekerkammer Westfalen-Lippe, und Dr. Armin Hoffmann, Präsident der Apothekerkammer Nordrhein. „Das kann so nicht sein – wir appellieren an alle Menschen im Land, sich möglichst zeitnah gegen Covid-19 impfen zu lassen. Damit leisten Sie alle einen wichtigen Beitrag im Kampf gegen das Virus.“

Apothekerkammer verabschiedet Ulrike Teerling in den Ruhestand
Jahrzehnte im Dienste des Berufsstands

Zum Monatsende hat die Apothekerkammer Westfalen-Lippe mit Ulrike Teerling ihre die Leiterin der Abteilung Arzneimitteltherapie in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. „Obwohl Ulrike Teerling nur siebeneinhalb Jahre bei der Apothekerkammer beschäftigt war, hat sie sich über mehrere Jahrzehnte um die berufsständische Selbstverwaltung verdient gemacht“, sagt Hauptgeschäftsführer Dr. Andreas Walter. Dieser vermeintliche Widerspruch löst sich auf, wenn man die langjährige ehrenamtliche Tätigkeit von Ulrike Teerling mit einbezieht. Denn von 1997 an war sie für mehr als 15 Jahre als Delegierte des westfälisch-lippischen Apothekerparlamentes tätig und hatte während dieser Zeit auch durchweg den Vorsitz des Fortbildungsausschusses inne. In dieser Zeit trug sie entscheidend zu einem konsequenten Ausbau des Vortrags- und Seminarangebotes bei und war auch maßgeblich an der Entwicklung des freiwilligen Fortbildungszertifikates für Approbierte und PTA beteiligt.