
Die Zeichen standen auf Protest: Große Plakate in den Schaufenstern, geschlossene Apotheken überall im Land und Notdienst-Apotheken, die die Stellung hielten, als der Berufsstand zu großen Teilen im wahrsten Sinne des Wortes auf die Straße ging: Der Protesttag am 23. März sandte ein deutliches Signal an die Politik, die verstehen müsse, dass es eine flächendeckende, hochwertige Versorgung mit Arzneimitteln nicht „zum Nulltarif“ gibt. Die meisten Teams aus Westfalen-Lippe reisten zur Kundgebung nach Düsseldorf, einige waren auch in Berlin, Hannover und sogar in München dabei.
Auf der Bühne in Düsseldorf stellte unser Vorstandsmitglied Dr. Hannes Müller die entscheidende Frage: Für mehr Prävention in den Apotheken braucht es viele Mitarbeitende, die diese Maßnahmen auch umsetzen und damit einen noch größeren Beitrag für im Gesundheitssystem leisten können. „Doch wovon sollen wir sie bezahlen?!“

Von der Kampagnen-Website waren im Vorfeld mehr als 150.000 Protestmaterialien heruntergeladen worden. In den vier Großstädten kamen insgesamt 2.000 Demoschilder, 5.500 Klatschpappen, 7.000 Protestflyer und 2.500 Trillerpfeifen zum Einsatz. Das zeigt, wie geschlossen die gesamte Branche hinter unseren Forderungen steht. Ein gewaltiges Medienecho quer durch die Republik war die Folge und sorgte dafür, dass trotz der ansonsten die Nachrichten dominierenden weltpolitischen Lage das Thema Gesundheit und auch die Bedeutung der Apotheken zum Thema wurden: Zahlreiche große Nachrichtenagenturen, TV-Sender, Radios und Regionalmedien berichteten im Vorfeld über die Protestaktionen und die Forderungen nach einer Honorarerhöhung; gemeinsame Presseinformationen von Kammer und Verband Westfalen-Lippe fanden ihren Weg in die Medien. Im Akkord wurden Presseanfragen in der AKWL-Pressestelle beantwortet.
Jetzt ist die Politik am Zug: Die zugesagte Erhöhung des Apothekenhonorars muss endlich umgesetzt werden – schnell und verlässlich.
Vielen Dank für die starke Beteiligung und die kreativen Proteste an alle Apotheken-Teams!
Weitere Eindrücke finden Sie in unserer Social Media Wall im Pressebereich sowie in einem Kurzvideo auf YouTube.