Logo der Apothekerkammer Westfalen-Lippe
Grippesaison startet

Apotheken bieten Impfungen an

Frau in weißem Poloshirt mit rotem Apotheken-A auf der Brust verabreicht einer Person eine Spritze in den Oberarm.

Im Oktober startet in Europa allmählich die Grippesaison. Auch in Westfalen-Lippe können daher jetzt wieder mehr Krankheitsfälle auftreten. „Zusätzlich zu den Viren, die relativ unkomplizierte Atemwegsinfekte auslösen, sind dann die Influenza A- und B-Viren unterwegs“, weiß Apothekerin Gabriele von Elsenau Overwiening. Sie ist Präsidentin der Apothekerkammer Westfalen-Lippe.

Erkältung, Grippe oder Corona? „Eine Erkältung ist in der Regel leicht von der Grippe zu unterscheiden“, sagt von Elsenau Overwiening. „Bei einer Grippe treten die Symptome unvermittelt und heftig auf – das Schwächegefühl ist häufig so stark, dass jeder Schritt große Kraft kostet“. Die Apothekerin rät dazu, vorsichtshalber einen Grippe- bzw. auch Corona-Test zu machen, wenn Erkältungssymptome auftreten, „um im Zweifel auch vulnerable Patient*innengruppen schützen zu können.“

„Eine Grippe ist keine Erkältung, die einfach nur etwas heftiger ausfällt“, sagt die Apothekerin. Patientinnen und Patienten sollten deshalb unbedingt zu Hause bleiben und sich schonen: „Ruhe, Ruhe und nochmals Ruhe ist dann angesagt. Wer die Grenzen des Körpers übergeht und gegen den Infekt anarbeitet, riskiert eine Verschleppung und das kann gefährliche Folgen haben.“

Zur Linderung der Symptome gibt es in der Apotheke die passenden Präparate wie Nasenspray, Schmerzmittel und auch etwas für die Bronchien. „Es passt aber nicht jedes Medikament für jede und jeden. Eine individuelle Beratung in der Apotheke vor Ort ist wichtig, um auch bei vermeintlich harmlosen Präparaten wie Nasenspray Neben- und Wechselwirkungen ausschließen zu können.“ Wenn nötig hilft der Botendienst der Apotheken vor Ort und sorgt dafür, dass die Patientinnen und Patienten die benötigten Mittel schnell und direkt erhalten, meist noch am selben Tag.

Grippeimpfung in der Apotheke

Wer vorbeugen möchte, sollte auf die entsprechenden Hygienemaßnahmen achten, „also regelmäßig lüften und die Hände gründlich waschen“. Mit einer Impfung kann außerdem vorgebeugt werden. „Die Influenza-Impfung bietet doppelten Schutz: Sie senkt das Risiko eines schweren Krankheitsverlaufes und reduziert die Gefahr, das Virus an andere weiterzugeben, betont von Elsenau Overwiening und fügt hinzu: „Das ist in Arztpraxen, Kliniken und Pflegeeinrichtungen besonders wichtig.“

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt Impfungen gegen Influenza für bestimmte Personengruppen. Erwachsene können sich mittlerweile auch in den Apotheken vor Ort gegen Grippe impfen lassen. „Viele Apotheken bieten die Grippeimpfung an – auch bei uns in Westfalen-Lippe“ sagt von Elsenau Overwiening und fügt hinzu: „Impfen dürfen nur Mitarbeitende in Apotheken, die eine spezielle Fortbildung dazu erfolgreich abgeschlossen haben.“

Der ideale Zeitpunkt für eine Impfung gegen Grippe ist im Oktober und November. Etwa 14 Tage dauert es, bis sich der Impfschutz vollständig aufgebaut hat. Weil sich der Erreger von Jahr zu Jahr ändert und der Impfstoff jährlich angepasst wird, sollte die Schutzimpfung alle Jahre wieder im Herbst wiederholt werden. Weitere Informationen rund um das Thema Impfen erhalten Patientinnen und Patienten direkt in der Apotheke vor Ort. Gabriele von Elsenau Overwiening: „Auch den Impfpass checken wir und überprüfen, welche Impfungen gegebenenfalls aufgefrischt werden müssen – nicht nur in der Grippesaison.“

Weitere Beiträge