30.173 Euro Spenden für basismedizinische Versorgung und Kinderschutz im Sundarban-Delta

„Eine Dosis Zukunft“: Mobile Klinik und Apotheke erreichen entlegenste Regionen

(Münster, 23. Januar 2026) Das Hilfsprojekt „Eine Dosis Zukunft“, eine Initiative der Apothekerkammer Westfalen-Lippe in Kooperation mit der Kindernothilfe, blickt auf ein ereignisreiches Jahr 2025 zurück – dank einer entscheidenden Neuausrichtung: Statt ausschließlich Impfungen in den Slums Kalkuttas zu finanzieren, liegt der Fokus nun auf der medizinischen Grundversorgung und dem Schutz von Kindern in den abgelegenen Regionen des Sundarban-Deltas.

„Die staatlichen Impfprogramme in Indien sind inzwischen gut ausgebaut. Doch für die Menschen in den entlegensten Dörfern südöstlich von Kalkutta bleibt der Zugang zu medizinischer Versorgung nahezu unerreichbar“, erklärt Kammerpräsidentin Gabriele von Elsenau Overwiening. „Mit unserer Unterstützung können wir genau hier helfen: mit einer mobilen Klinik, einer integrierten Apotheke und der Ausbildung lokaler Gesundheitsarbeiterinnen.“

Neue Projektausrichtung: Eine Dosis Zukunft – Mit.Wirkung vor Ort

Die Projektregion im Grenzgebiet zu Bangladesch ist geprägt von extremer Armut, fehlender Infrastruktur und regelmäßigen Naturkatastrophen. Zyklone und Überschwemmungen zerstören Häuser und Ernten, Kinderarbeit und Kinderhandel sind weit verbreitet. Staatliche Gesundheitszentren sind kaum erreichbar, Medikamente fehlen.

Seit der Neuausrichtung trägt das Projekt den Namen „Eine Dosis Zukunft – Mit.Wirkung vor Ort“. Aus gutem Grund: Das Projekt bringt medizinische Hilfe dorthin, wo es bisher keine gab. Mit einer mobilen Klinik und integrierter Apotheke werden fünf Tage pro Woche 47 abgelegene Dörfer im Sundarban-Delta angefahren. Pro Einsatztag können rund 100 Patientinnen und Patienten behandelt werden. Ergänzend bildet das Projekt Frauen aus den Gemeinden zu sogenannten Gesundheitsarbeiterinnen aus, die langfristig die Versorgung übernehmen. Neben der medizinischen Betreuung stehen Gesundheitsaufklärung und Kinderschutz im Mittelpunkt – zu Themen wie Prävention, Familienplanung und Schutz vor Kinderhandel. Durch Vernetzung mit staatlichen Stellen soll die Gesundheitsversorgung nachhaltig verbessert werden.

Die Bilanz des Projektjahres 2024/25 zeigt die Wirkung: 17.018 Menschen erhielten medizinische Hilfe, 335 wurden zur Weiterbehandlung in staatliche Krankenhäuser überwiesen. 7.840 Hausbesuche sicherten die Medikamenteneinnahme chronisch kranker Menschen. 10.236 Menschen nahmen an Aufklärungsprogrammen teil, darunter Diabetes-Camps und Veranstaltungen zur Familienplanung. Zudem wurden 157 Community Health Volunteers geschult, um Wissen in die Gemeinden zu tragen.

Spendenbilanz 2025

Im 17. Jahr der Aktion „Eine Dosis Zukunft“ sind dank des großen Engagements der Apotheken in Westfalen-Lippe und ihrer Patientinnen und Patienten insgesamt 30.173,10 Euro zusammengekommen. Das Herzstück der Initiative bleiben die Spendensammlungen in den Apotheken: In rund 400 westfälisch-lippischen Apotheken informieren Flyer über das Projekt und Spendenboxen laden dazu ein, direkt vor Ort zu helfen. „Jeder Euro trägt dazu bei, Leben zu retten und Perspektiven zu schaffen“, betont von Elsenau Overwiening.

Mitmachen und helfen

Spenden für das Projekt sind weiterhin möglich:
Online unter www.eine-dosis-zukunft.de oder direkt auf das Spendenkonto bei der Deutschen Apotheker- und Ärztebank, IBAN: DE04 3006 0601 0901 1190 28, BIC: DAAEDEDDXXX, Stichwort: Dosis Zukunft.

Über „Eine Dosis Zukunft“

Seit 2009 unterstützt das Projekt Kinder und Familien in Indien. Nach über 200.000 finanzierten Impfungen liegt der Fokus nun auf basismedizinischer Versorgung und Kinderschutz im Sundarban-Delta. Partner vor Ort sind die Kindernothilfe, die indische NGO ASHA und die German Doctors.


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Die mobile Klinik mit integrierter Apotheke bringt medizinische Grundversorgung in die entlegensten Regionen Indiens. Foto: Kindernothilfe

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