Impulse für den Mut zum Wandel, Informationen zur Apothekenreform 2026 und zu den Angeboten der Kammer aus erster Hand plus Netzwerken. Das alles bei einem gemeinsamen sonntäglichen Brunch: Am Sonntag fand der Runde Tisch für junge Pharmazeut*innen der Apothekerkammer Westfalen-Lippe in Münster statt. Die Veranstaltung war mit fast 100 Teilnehmenden wieder komplett ausgebucht.
Paula Menninghaus, TEDx-Speakerin und Unternehmerin im Bereich Gesundheitsmanagement mit Einsatzerfahrung als Rettungssanitäterin brachte ihre vielfältigen Perspektiven zum Thema Wandel ein. „Wandel wartet nicht und ist unser stetiger Begleiter“, sagte Menninghaus und betonte: „Diesen als Bewegungszustand zu begreifen und mit der Welle mitzugehen bringt uns oft weiter, als dagegen anzugehen.“ Nicht der Druck im Wandel selbst, sondern die Fähigkeit mit ihm umzugehen entscheide über die Zukunftsfähigkeit. Den Teilnehmenden gab sie verschiedene Impulse und konkrete Werkzeuge für mehr Entscheidungsstärke, Kommunikation und Problemlösekompetenz, insbesondere in Zeiten des Wandels, mit.
Den Wandel von Beginn an aktiv mitgestalten – das war die Kernbotschaft mit der AKWL-Vorstandsmitglied Dr. Hannes Müller in den berufspolitischen Teil der Veranstaltung startete. Er erläuterte die zentralen Punkte der kürzlich in Kraft getretenen Apothekenreform und rief die Teilnehmenden auf, mutig zu bleiben und die Chancen, die in der Reform liegen, aktiv zu ergreifen: „Jetzt ist es an uns, die Punkte umzusetzen und so die Rolle der Apotheken vor Ort gemeinsam weiterzuentwickeln – noch näher an den Patient*innen als zuvor und mit neuen Dienstleistungen, die unsere zentrale Rolle in der Versorgungsstruktur ausbauen.“
Aus dem Bereich PharmPrax (Pharmazeutische Praxis) und Arzneimittelinfo der AKWL informierte Dr. Susanne Meseke, Fachapothekerin für Klinische Pharmazie und Arzneimittelinformation. Sie erläuterte, mit welchen Unterstützungsangeboten die Apothekerkammer ihre Mitglieder bei der Umsetzung der Apothekenreform begleitet.
Beim anschließenden Austausch wurden verschiedene Aspekte der Reform und Umsetzungsperspektiven weiter diskutiert: „Es ist einfach schön zu sehen, dass hier im Berufsstand so eine Aufbruchsstimmung herrscht und auch der Nachwuchs die neuen Möglichkeiten der Reform nutzen und umsetzen will“, zog Dr. Hannes Müller anschließend Bilanz.