41 Jahre Selbstständigkeit und bislang 38 Jahre ehrenamtliches Engagement für den Berufsstand: Der bei Patienten und Kollegen hoch geschätzte Bottroper Apotheker Ulrich Werner vollendet am Mittwoch, 24. Juni, sein 80. Lebensjahr. „Ulrich Werner ist ein Apotheker und Heilberufler im bestmöglichen Sinne“, betont Birgit Lauer, Sprecherin der Bottroper Apothekerschaft über ihren Stellvertreter im Amt. „Gradlinig, klar in der Haltung, stets über den Tellerrand blickend und immer kollegial.“
Seine Approbation als Apotheker erhielt der Jubilar 1972. Zunächst war er als Apotheker bei der Marine aktiv, lernte dort, Dinge auch unter schwierigen Bedingungen umzusetzen. „Wir haben früher bei der Marine die Schiffe auch ohne Wasser gefahren“, erinnert sich der Bottroper Kollege Jörg Nolten an einen Satz, der häufig gefallen ist, wenn es darum ging, Maßnahmen umzusetzen. „In seiner aktiven Zeit war er immer greifbar – ein echter Möglichmacher. Bis zur Schließung seiner Bonifatius-Apotheke, die er von 1983 bis 2024 betrieb, hat er jeden Notdienst selbst übernommen.“ Pläne umzusetzen – das hat er nicht nur im apothekerlichen Bereich getan: „Ganz gleich ob in den Anden oder im hochalpinen Bereich: Ulrich Werner hat viele 8.000er bestiegen. Und tut das noch heute“, berichten Lauer und Nolten, beide um Jahrzehnte jünger und ihn doch um seine Kondition beneidend, unisono. Erst kürzlich habe er seine Ausbildung als Bergführer absolviert, damit er später, „wenn er älter ist“, weiterhin in den Bergen aktiv sein kann.
Neben der eigenen Apotheke und dem Bergsteigen hat Ulrich Werner sich auch ehrenamtlich für den Berufsstand engagiert: Ende der 70er Jahre war er für ein Jahr Sprecher der Bottroper Apothekerschaft, seit 1989 ist er ohne Unterbrechung stellvertretender Kreisvertrauensapotheker. „Damit engagiert sich Ulrich Werner seit unglaublichen 38 Jahren ehrenamtlich für die Kollegen vor Ort“, lobt Frank Dieckerhoff, Vizepräsident der Apothekerkammer Westfalen-Lippe das Engagement Werners. „Eigentlich wollte der Kollege bei den jüngsten Wahlen vor zwei Jahren nicht mehr antreten, bekam als Abschiedsgeschenk bereits ein goldenes Einhorn. Da sich jedoch kein Nachfolger fand, entschied er sich, doch noch einmal anzutreten.“