Aktuelle Informationen für Patienten & Apotheken:
Coronavirus

Es gilt, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Klar ist: Es hilft niemandem, nun in Panik auszubrechen. Die aktuellen Entwicklungen werfen aber gerade bei verunsicherten Patient*innen viele Fragen auf, wie man sich im Alltag schützen soll und ob dies überhaupt möglich ist. Interessierte finden hier einen Info-Flyer der Apothekerkammern in NRW zur aktuellen Lage, der viele dieser Fragen beantworten kann. Apotheken-Teams finden hier Empfehlungen der Bundesapothekerkammer zu Arbeitsschutzmaßnahmen bei Tätigkeiten in der Apotheke sowie weitere  wichtige Hiweise im öffentlichen Bereich.

Versorgung flächendeckend gesichert
99,7 Prozent der Apotheken in Westfalen-Lippe am Netz

Auch in Zeiten der Corona-Krise gibt es erfreuliche Nachrichten: Aktuell sind 99,7 Prozent aller Apotheken in Westfalen-Lippe am Netz und für die Versorgung ihrer Kunden und Patienten da. Das vermeldete heute Dr. Andreas Walter, Hauptgeschäftsführer der Apothekerkammer Westfalen-Lippe. „Aufgrund von erkrankten Mitarbeitern, Mitarbeitern in Quarantäne oder Personalengpässen sind derzeit lediglich sechs von 1.869 Apotheken in unserem Landesteil geschlossen“, berichtete Walter. In allen Fällen handelt es sich um Apotheken in Filialverbünden, in denen eine weitere Apotheke in unmittelbarer Nähe die Versorgung sicherstellt.

Kontaktaufnahme mit den Abteilungen Pharmazeutische Praxis/Arzneimittelinformation
Anfragen zum Thema "Corona-Krise" bitte per E-Mail

Liebe Mitglieder, angesichts des hohen Anfragevolumens, per E-Mail und telefonisch, möchten wir Sie bitten, Ihre Anfragen ausschließlich per E-Mail an die Fachabteilung zu richten. Das ermöglicht uns, Ihre Anfragen besser und schneller zu steuern und gezielter zu beantworten. Richten Sie Ihre Fragestellung gerne formlos an die E-Mail-Adresse pharmprax@akwl.de. Vielen Dank für Ihr Verständnis und Ihre Unterstützung!
Zahlreiche Hilfestellungen finden Sie auch über den nachfolgenden Link.

Auch in der Corona-Krise für die Patienten vor Ort
Apotheker bitten um Verständnis für Vorsichtsmaßnahmen

Schulen sind geschlossen, ebenso Bibliotheken, Theater, Kneipen und viele Geschäfte – auch in Westfalen-Lippe. Die Apotheken bleiben jedoch auch in der Corona-Krise geöffnet. Eine wichtige Entscheidung, sagt Apothekerin Gabriele Regina Overwiening, Präsidentin der Apothekerkammer Westfalen-Lippe: „In Krisenzeiten ist es wichtiger denn je, dass die Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln funktioniert.“ Um sich, ihre Mitarbeiter und Kunden vor dem Virus zu schützen, haben viele Apothekenleiter verschiedene Maßnahmen und Verhaltensregeln in der Offizin umgesetzt, für die sie die Patientinnen und Patienten um Verständnis bitten.

Berufsschulbesuch und Abschlussprüfung im Sommer 2020
PKA-Ausbildung: Prüfungen sind derzeit nicht abgesagt

Die Schulen in NRW sind zunächst voraussichtlich bis zum Ende der Osterferien (19.04.2020) geschlossen. Der Schulunterricht der PKA-Auszubildenden findet derzeit somit nicht in den Berufskollegs statt. Da die Freistellung für den Besuch des Berufskollegs daher entfällt, sind diese somit (vergleichbar mit den Schulferien) im Apothekenbetrieb einzusetzen. Hier sind die Auszubildenden sicherlich sehr gut zu beschäftigen, vor allem auch im Falle von einsetzenden Personalengpässen in den Apotheken. Die Schulen sind gehalten, den Schülerinnen und Schülern Lernmaterialien in digitaler Form zukommen zu lassen und sie dadurch bildungsgangspezifisch in ihren Lernprozessen zu unterstützen und für anstehende Prüfungen vorzubereiten.

Gabriele Regina Overwiening kandidiert als ABDA-Präsidentin
Plädoyer für mehr Selbstbewusstsein und Sichtbarkeit

Die Präsidentin der Apothekerkammer Westfalen-Lippe, Gabriele Regina Overwiening, wird sich im Dezember 2020 als erste Frau um die Präsidentschaft der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände bewerben. Die ABDA ist der Spitzenverband der jeweils 17 Landesapothekerkammern und -verbände. Im Dezember endet die Amtszeit des aktuellen Präsidenten Friedemann Schmidt, der Ende 2019 erklärt hatte, sich nicht wieder zur Wahl zu stellen. „Mit meiner Kandidatur verbinde ich ein Plädoyer für Ge- und Entschlossenheit in der Arbeit für unseren Beruf“, sagt die 57-jährige Apothekenleiterin aus dem westfälischen Borken.

Bis einschließlich zum 19.04.2020:
Absage von Präsenzveranstaltungen in der Fortbildung und Weiterbildung

Die Apothekerkammer Westfalen-Lippe hat mit dem Auftreten von Corona-Infektionen einen Krisenstab zur Beobachtung und Bewertung der sich täglich verändernden Situation gebildet. Dazu gehört auch die Abwägung der Durchführung der verschiedenen Kammerveranstaltungen in Zeiten von Corona. Die AKWL hat vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen und Empfehlungen entschieden, vorerst bis zum Ende der Osterferien (einschl. 19. April 2020) alle Präsenz-Seminare und Präsenz-Vorträge in der Fort- und Weiterbildung abzusagen.

15 Apotheken, 75 Arztpraxen und ein Krankenhaus in Westfalen-Lippe beteiligt
Feldtest zum elektronischen Medikationsplan und Notfalldatenmanagement startet

In Westfalen-Lippe startet Anfang März ein achtwöchiger Feldtest zur Erprobung des elektronischen Medikationsplans (eMP) und Notfalldatenmanagements (NFDM). Daran sind insgesamt 15 Apotheken, 75 Arztpraxen und ein Krankenhaus beteiligt, vornehmlich aus dem Münsterland. „Um diese beiden Anwendungen zukünftig bundesweit nutzen zu können, werden sie in einem ersten Schritt in einem „realen“ Apotheken-, Ärzte- und Krankenhausumfeld erprobt“, erläutert Gabriele Regina Overwiening, Präsidentin der Apothekerkammer Westfalen-Lippe. Der eMP und das NFDM sind die ersten freiwilligen medizinischen Anwendungen auf der Gesundheitskarte der gesetzlichen Krankenversicherung. Sie eröffnen neue Möglichkeiten zur Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS).

Aktionsstand von Ärzte- und Apothekeschaft:
In Münsters „guter Stube“ über Antibiotika informiert

Im Rahmen einer landesweiten Aktionswoche haben Dr. Gudula Berger (links) von der Ärztekammer Westfalen-Lippe und Ulrike Teerling von der Apothekerkammer Westfalen-Lippe Passanten in Münsters „guter Stube“ (Prinzipalmarkt/Salzstraße) rund um das Thema Antibiotika informiert. Durch den rationalen Einsatz von Antibiotika können alle dazu beitragen, Antibiotika-Resistenzen einzudämmen - damit diese oft lebenswichtigen Medikamente auch morgen noch wirken können. Viele Apotheken in Westfalen-Lippe beteiligen sich mit Aktionen und Vorträgen an der Kampagne und klären ihre Patienten über den sinnvollen Einsatz von Antibiotika auf. Weltweit verdanken ihnen Millionen Menschen ihr Leben: Antibiotika. Doch aufgrund übermäßiger und oft falscher Verwendung bilden sich immer mehr antibiotikaresistente Bakterienstämme. Wann sind Antibiotika sinnvoll, wie werden sie eingenommen, und warum sind bei einer Grippe oder Erkältung andere Medikamente die bessere Wahl? Wir stellen Ihnen hier einen laienverständlichen Vortrag zur Verfügung, den Sie etwa vor Gruppen in Kindergärten oder Grundschulen nutzen können.

Expertenrunde beantwortet Patientenfragen rund um Antibiotika
Gemeinsam gegen Resistenzen

Keime, die nicht an der Krankenhauspforte halt machen, der Umgang mit Patienten, die kurz vorm Urlaub ihr Halskratzen mit Antibiotika-Unterstützung loswerden wollen, und Viren, die auf Bakterienjagd gehen: Es war eine spannende und fundierte Diskussion, zu der die Apothekerkammer Westfalen-Lippe unter der Überschrift „Antibiotika: Wann helfen sie, wann nicht?“ nach Münster eingeladen hatte. Apotheker und Ärzte aus dem Universitätsklinikum Münster, der niedergelassenen Ärzteschaft und der Apotheke vor Ort beantworteten die Fragen von Patienten – und sahen sich gemeinsam in der Verantwortung, Antibiotika- Resistenzen einzudämmen.

Menschen wegen Corona in großer Sorge
Händewaschen wichtigste Präventionsmaßnahme

Gerade seit Bekanntwerden der ersten Corona-Infektionen in Deutschland ist die Sorge bei den Menschen vor einer Ansteckung mit der neuartigen Lungenkrankheit groß. Das gilt auch in Westfalen-Lippe. „Mundschutz-Masken sind derzeit stark gefragt und oftmals nicht mehr über den Großhandel erhältlich“, betont Gabriele Regina Overwiening, Präsidentin der Apothekerkammer Westfalen-Lippe. „Aktuell empfohlen wird ein solcher Mundschutz aber vor allem den Menschen, die in den vergangenen 14 Tagen – so lange kann es nach einer Ansteckung dauern, bis die Symptome auftreten – Kontakt zu einem Erkrankten hatten oder sich im chinesischen Risiko-Gebiet aufgehalten haben. Damit soll verhindert werden, dass sie andere anstecken.“

Gesundheitstipps

31.03.2020

Corona-Pandemie: Trockene Hände richtig pflegen

Häufiges Händewaschen enfernt Keime, trocknet aber auch die Hände aus.]]>