Herbstsitzung der Kammerversammlung in Münster:
Apothekerparlament fordert Versandhandelsverbot für rezeptpflichtige Arzneimittel

Die Apothekerinnen und Apotheker in Westfalen-Lippe fordern ein Versandhandelsverbot für rezeptpflichtige Arzneimittel. „Dies ist der beste Weg, um die Schieflage zu beenden, in die unser Gesundheitssystem durch ein Urteil des Europäischen Gerichtshofes vom 19. Oktober geraten ist“, sagt Kammerpräsidentin Gabriele Regina Overwiening. Seit dem EuGH-Urteil können ausländische Versandapotheken Patienten sogenannte Rezeptboni gewähren. Für deutsche Apotheken gelten aber weiterhin die in der Arzneimittelpreisverordnung geregelten festen Abgabepreise.

Kammerversammlung und Online-Mitteilungsblatt
Präsidentinnen-Bericht online und Filmbeitrag auf AKWL-TV

Am Mittwoch, 30. November 2016, fand die Herbstsitzung unseres westfälisch-lippischen Apothekerparlamentes statt. Über die wichtigsten Ergebnisse und Themen der Kammerversammlung informieren wir Sie in der zweiten reinen Online-Ausgabe unseres Mitteilungsblattes. Sie finden die Ausgabe Mitgliederbereich unserer Website. Zusätzlich haben wir die Präsentation zum Lagebericht der Kammerpräsidentin sowie die beiden Resolutionen, die das Apothekerparlament zum EuGH-Urteil vom 19. Oktober 2016 verabschiedet hat online gestellt (Zu den Dokumenten>). Hinzu kommt: Erneut haben wir auch einen kurzen Nachrichtenbeitrag zur Kammerversammlung produziert. Diesen dreiminütigen Film finden Sie in unserem Youtube-Kanal AKWL-TV.

Im Pilotkurs sind noch Plätze frei!
Weiterbildung „Prävention und Gesundheitsförderung"

Das Profil, mit dem sich die einzelnen Apotheken vom Wettbewerber unterscheiden, ist sehr unterschiedlich. Bei einer älter werdenden, relativ gesunden Bevölkerung, nimmt der Beratungsbedarf für Prävention und aktive, qualifizierte Gesundheitsberatung deutlich zu. Daher hat die Bundesapothekerkammer die Weiterbildungsinhalte und den Seminarspiegel für diese Bereichsweiterbildung aktualisiert und erweitert, denn Apotheker können zur Krankheitsprävention und Gesundheitsförderung durch eine Vielzahl von Maßnahmen beitragen. In diesem Seminarzyklus erhalten Sie komprimiert Informationen und Anregungen, die Sie direkt praktisch umsetzen können: beispielsweise im HV, in Patienten-Vorträgen, in Zusammenarbeit mit Selbsthilfegruppen oder beim Aufbau von Netzwerken im Gesundheitswesen. Diese Weiterbildung hat nicht nur praktischen Nutzen und trägt zur Profilierung der Apotheke bei, sondern macht auch zusätzliche Freude an der Ausübung des Apothekerberufes.

SPD-Politiker André Stinka trifft drei Apotheker aus seinem Wahlkreis:
„Flächendeckende Versorgung muss sichergestellt werden“

„Die flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln ist mir ungemein wichtig. Wir müssen auch künftig sicherstellen, dass jeder Bürgerin und jedem Bürger eine wohnortnahe Arzneimittelversorgung möglich ist “, resümierte der Dülmener SPD-Landtagsabgeordnete André Stinka das Treffen mit gleich drei Apothekern in seinem Wahlkreisbüro. Dr. Wolfgang F. Graute (Vorstandsmitglied der Apothekerkammer Westfalen-Lippe), Dr. Alexandra Saimeh (stellvertretende Kreisvertrauensapothekerin im Kreis Coesfeld) und Barbara Schmitt statteten „ihrem“ Wahlkreisabgeordneten einen Besuch ab. Im Zentrum des Gesprächs standen die möglichen Folgen des EuGH-Urteils aus Luxemburg, nachdem ausländische Versandapotheken Boni auf Rezepte gewähren dürfen, während dies für die deutschen Apotheken vor Ort weiterhin ausgeschlossen ist.

Overwiening im Gespräch mit Blienert und Dittmar
„Rx-Versandverbot als einzige Option“

Ein ausführliches Gespräch über die Zukunft der Arzneimittelversorgung führte am heutigen Donnerstag die Präsidentin der Apothekerkammer Westfalen-Lippe, Gabriele Regina Overwiening, in Berlin mit den SPD-Bundestagsabgeordneten Sabine Dittmar (Bad Kissingen) und Burkhard Blienert (Paderborn). Beide Abgeordnete stellten fest: „Wir wollen die Bedeutung der Apotheke vor Ort sichern.“ Das Urteil des Europäischen Gerichtshofes vom 19. Oktober, nach dem ausländische Versandapotheken Rezept-Boni auf verschreibungspflichtige Arzneimittel gewähren dürfen, stelle eine Wendepunkt in der Diskussion um die Sinnhaftigkeit des Arzneimittelversandhandels dar, stellte Overwiening in dem Gespräch heraus. „Die Gefahren, die sich daraus für die flächendeckende Versorgung ergeben, dürfen nicht heruntergespielt werden“, betonte die Präsidentin. „Sonst kann es sehr schnell zu einem Dammbruch kommen.“

SPD-Bundestagsabgeordneter Oliver Kaczmarek fordert:
„Die flächendeckende Versorgung durch die Apotheke vor Ort muss gesichert bleiben“

Zu einem Ortstermin in der Kaiserau-Apotheke in Kamen trafen sich am Donnerstag der SPD-Bundestagsabgeordnete Oliver Kaczmarek, Margarete Tautges, ehemaliges Vorstandsmitglied der Apothekerkammer Westfalen-Lippe (AKWL) und Hans-Günter Friese, Ehrenpräsident der AKWL. Auslöser für das Gespräch war das Urteil des Europäischen Gerichtshofes vom 19. Oktober 2016, nachdem ausländische Versandapotheken Boni auf Rezepte gewähren dürfen, während dies für die deutschen Apotheken vor Ort weiterhin ausgeschlossen ist.

Packungszahl sinkt in zehn Jahren um mehr als ein Viertel
Apotheker in Westfalen-Lippe geben immer weniger Antibiotika ab

In den 2.006 öffentlichen Apotheken in Westfalen-Lippe werden immer weniger Antibiotika an die Patientinnen und Patienten abgegeben. „Wir können innerhalb von zehn Jahren – von 2005 bis 2015 – einen Rückgang um über 27 Prozent vermelden“, sagt Gabriele Regina Overwiening, Präsidentin der Apothekerkammer Westfalen-Lippe.Die Werte ergeben sich aus einer Analyse von Rezepten für gesetzlich Versicherte durch das Deutsche Arzneiprüfungsinstitut e.V. (DAPI) anlässlich des Europäischen Antibiotikatages am 18. November.

Apothekerkammer Westfalen-Lippe: Tagung der Apothekersprecher in Münster
„Versandhandel auf das europarechtlich zulässige Mindestmaß zurückführen“

Die Apothekersprecher/-innen aus den 27 Kreisen und kreisfreien Städten in Westfalen-Lippe trafen sich am Mittwoch zu einer Sondersitzung mit Vorstand und Geschäftsführung der Apothekerkammer Westfalen-Lippe. Gemeinsam befassten sie sich mit den Auswirkungen des Urteils des Europäischen Gerichtshofs zum Arzneimittelversandhandel vom 19. Oktober 2016. Danach dürfen ausländische Versandapotheken die gesetzlich festgelegten Arzneimittelpreise für rezeptpflichtige Arzneimittel unterlaufen und Patienten mit Boni locken. Dies wiederum schließt die Arzneimittelpreisverordnung für deutsche Apotheken aus.

Fortbildung aktuell - Das Journal
Flüssige Zubereitungen in der Rezeptur, Neue Arzneimittel 2015, Sucht & Drogen

Die neueste Ausgabe des Fortbildungsjournals der AKWL behandelt die Themen "Flüssige Zubereitungen in der Rezeptur" und "Neue Arzneimittel 2015" und gibt ein Update zum Bereich "Sucht & Drogen".Nutzen Sie das Journal, um Ihr Wissen orts- und zeitunabhängig aufzufrischen. Nach der Lektüre können Sie sich zudem zusätzliche Fortbildungspunkte sichern, indem Sie die Lernerfolgskontrolle online (LEO) absolvieren.

8. AMTS-Symposium der AKWL
Eine Konstante in stürmischen Zeiten

101 Apothekerinnen und Apotheker wurden am Samstag beim achten AMTS-Symposium im PharmaCampus Münster offiziell zu AMTS-Managern ernannt, 37 AMTS-qualifizierte Apotheken sind dazugekommen. Damit haben insgesamt 729 Apotheker/innen die Zusatz-Ausbildung durchlaufen, die 317 qualifizierten Apotheken sind online unter www.ausbildungsapotheke.de zu finden. Trotz aktueller Lage und Unmut über das Urteil des EuGH ließen sich die Apothekerinnen und Apotheker ihre Laune nicht verhageln und feierten das Erreichte.

Europäischer Gerichtshof urteilt: Rezept-Boni sind zulässig
EuGH-Entscheidung gefährdet nationale Gesundheitssysteme

Deutschlands Apotheker reagieren entsetzt auf die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) in Luxemburg, der die geltende Preisbindung für rezeptpflichtige Arzneimittel als nicht verbindlich für ausländische Anbieter einstuft. Damit hat der EuGH seine langjährige Rechtsprechung zum Wertungsspielraum der Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) im Gesundheitswesen in diesem Fall revidiert. „Europas höchste Richter haben den eindeutigen Willen des deutschen Gesetzgebers ausgehebelt und die Entscheidungen der obersten deutschen Gerichte negiert“, sagte Gabriele Regina Overwiening, Präsidentin der Apothekerkammer Westfalen-Lippe, zur heutigen Entscheidung.

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