Atemnot und quälender Husten
Welt-Asthma-Tag: Individuelle Beratung in der Apotheke ist wichtig

Atemnot und quälender Husten: Krankheiten aufgrund verengter Atemwege gehören zu den häufigsten Leiden überhaupt – Tendenz steigend. Allein an Asthma sind in Deutschland etwa sechs Millionen Menschen erkrankt. Besonders häufig trifft es die ganz Kleinen: Schätzungsweise jedes zehnte Kind unter fünf Jahren leidet hierzulande an der chronischen Atemwegserkrankung. Die gute Nachricht: Es gibt wirksame Medikamente. Rund 2,8 Millionen Arzneimittelpackungen gegen Asthma und andere sogenannte obstruktive Atemwegserkrankungen gaben die Apotheken in Westfalen-Lippe 2016 an gesetzlich Versicherte heraus. Das ergab eine Studie des Deutschen Arzneiprüfungsinstituts (DAPI). Laut Apothekerkammer (AKWL) und Apothekerverband Westfalen-Lippe (AVWL) gilt es bei diesen Medikamenten jedoch einiges zu beachten.

Gemeinsame Erklärung von AKWL und AVWL
Die Apotheken sind in großer politischer Gefahr

Das von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) als Reaktion auf das EuGH-Urteil vom 19. Oktober 2016 geplante Versandhandelsverbot für verschreibungspflichtige Arzneimittel scheint vorerst blockiert. CDU/CSU und SPD konnten im Rahmen eines Koalitionsgipfels keine Einigung erzielen. Dabei hatte sich der Bundesrat im Vorfeld mit deutlicher Mehrheit für ein Versandhandelsverbot ausgesprochen – genauso wie, mit Ausnahme der FDP, sämtliche Parteien in Nordrhein Westfalen, allen voran NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Bündnis 90/Die Grünen). Sogar NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) hatte für ein Rx-Versandverbot plädiert. Für die bewährte Arzneimittelversorgung und das deutsche Gesundheitssystem wäre die Nichtumsetzung des Gesetzentwurfs in der laufenden Legislaturperiode ein herber und gefährlicher Rückschlag. Weder die Fakten noch das Wohl der Patienten und deren wohnortnahe Versorgung hätten gesiegt, sondern die Interessen kapitalstarker ausländischer Versandhändler. Diese könnten nun weiterhin auf Kosten der gesetzlichen Krankenversicherungen Boni gewähren und damit die flächendeckende Versorgung existentiell gefährden.

Neue Multimedialektion online
Erklärungsbedürftige Arzneiformen - nicht nur für Senioren

Logo: LEO - Lernerfolg online

Wieder heißt es: Hören, lernen und punkten. Unsere neueste Multimedialektion behandelt das Thema "Erklärungsbedürftige Arzneiformen - nicht nur für Senioren". Dr. Miriam Ude, Darmstadt, hat diese Lektion für Sie eingespielt. PTA, die Mitglied im PTA-Campus sind, können die Lektion über den PTA-Campus abrufen. Viel Spaß und viel Erfolg bei der Durchführung dieser Lektion!

Overwiening kritisiert Blockade-Haltung der SPD
„Werden den Kopf nicht in den Sand stecken“

Mit großem Unverständnis reagiert Gabriele Regina Overwiening, Präsidentin der Apothekerkammer Westfalen-Lippe, auf den ergebnislosen Verhandlungsmarathon im Koalitionsausschuss. „Leider konnte sich die SPD auch nicht in letzter Minute dazu durchringen, dem Vorschlag von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe zum Verbot des Versandhandels mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln zuzustimmen“, bedauert Overwiening. „Damit haben weder die Fakten noch das Wohl der Patienten, die auf eine flächendeckende Versorgung in Stadt und Land angewiesen sind, gesiegt, sondern die Interessen ausländischer Versender. Diese können nun weiterhin auf Kosten der gesetzlichen Krankenversicherungen Boni gewähren und damit ungestraft die flächendeckende Versorgung gefährden.“

PTA-Ausbildung zukünftig steuerfinanziert? / Arzneimittelversand einschränken
Parteiübergreifender Konsens bei Versandverbot. Fast.

Über 120 Apothekerinnen und Apotheker sowie einige interessierte Bürger kamen am Montagabend zur politischen Diskussionsrunde „Gesundheitspolitik im Fokus“ in die Stadthalle Hiltrup. Apothekerkammer und Apothekerverband Westfalen-Lippe hatten im Vorfeld der Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen am 14. Mai und der Bundestagswahlen am 24. September geladen, um das Thema Gesundheit und Arzneimittelversorgung in den politischen Fokus zu rücken.

Video-Rückblick auf den 6. WLAT
Politische Eröffnung im Zeichen des Rx-Versandhandelsverbots

Am 18. und 19 März 2017 stand der WLAT unter dem Motto "Vertrauen und Vernetzung" und zugleich in seiner politischen Eröffnung mit Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe und Landesgesundheitsministerin Barbara Steffens unter dem Eindruck der Diskussionen um das Gesetzgebungsverfahren zur Einführung eines Versandhandelsverbots für rezeptpflichtige Arzneimittel.Wir haben auf unserem YouTube-Kanal "AKWL-TV" eine Video-Zusammenfassung online gestellt.

Ein Vorbild für viele junge Kolleginnen und Kollegen
Günther Bartels vollendet das 70. Lebensjahr

Am Mittwoch, 22. März 2017, vollendet Apotheker Günther Bartels (Bielefeld) sein 70. Lebensjahr. Die Gremien der Apothekerkammer Westfalen-Lippe (AKWL) und des Versorgungswerkes der AKWL gratulieren dem Jubilar. Er hat über mehr als drei Jahrzehnte die Kammer und ihr Versorgungswerk sowie die Gremien der Apothekerschaft auf Bundesebene geprägt. „Dabei hat er unseren Berufsstand in vielen zentralen wirtschaftlichen, organisatorischen, sozialen und rechtlichen Fragen nach vorne gebracht, ohne dabei jemals seine pharmazeutischen Wurzeln zu verleugnen“, sagt Kammerpräsidentin Gabriele Regina Overwiening. „Außerdem ist es ihm gelungen, viele junge Kolleginnen und Kollegen, die ihn noch heute als Vorbild sehen, für ein ehrenamtliches Engagement in unserer Kammer zu begeistern.“

6. Westfälisch-lippischer Apothekertag ein voller Erfolg:
Über 1.200 Besucher beim größten regionalen Apothekertag im deutschsprachigen Raum

Über 1.200 Apothekerinnen und Apotheker, Pharmaziestudierende, PTA und weitere interessierte Fachbesucher haben den gerade zu Ende gegangenen sechsten Westfälisch-lippischen Apothekertag (WLAT) in der Halle Münsterland besucht und nach zwei Tagen jede Menge spannende Infos mit nach Hause genommen. Der von der Apothekerkammer Westfalen-Lippe ausgerichtete und organisierte zweitägige Kongress war damit zum sechsten Mal in Folge der größte regionale Apothekertag im deutschsprachigen Raum und „ein voller Erfolg“, wie Kammerpräsidentin Gabriele Regina Overwiening resümierte.

Politische Eröffnung des 6. WLAT im Zeichen des Versandverbotes
Bundesgesundheitsminister Gröhe: „Was sich bewährt hat, müssen wir erhalten.“

Eine inspirierende Keynote, intensive Workshops, informative Fachvorträge und allem voran eine politische Eröffnung, die es sich in sich hatte: Allein am ersten Tag des Westfälisch-lippischen Apothekertages (WLAT) kamen 950 Apothekerinnen und Apotheker, Pharmaziestudierende, PTA und weitere interessierte Fachbesucher zum erneut größten regionalen Apothekertag im deutschsprachigen Raum. Sie erlebten live, wie mit Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) und Landesgesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne) zwei Hochkaräter der deutschen Gesundheitspolitik sich öffentlich und eindrucksvoll zugunsten der Arzneimittelmittelversorgung durch die öffentliche Apotheke vor Ort positionierten. Gerade unter den Vorzeichen eines Urteils des Europäischen Gerichtshofes, nach denen ausländische Versandapotheken sich nicht an die Arzneimittelpreisbindung halten müssen, war das ein wichtiges Zeichen für die Apothekerinnen und Apotheker.

Motto: Zwei Euro für ein Leben
Über 20.000 Euro für das Hilfsprojekt „Eine Dosis Zukunft“ gesammelt

500 Besucher, eine außergewöhnliche Location, das Placebo Impro-Theater mit Stargast Bernhard Hoëcker, Moderator Oliver Pauli und eine gute Stimmung – mehr brauchte es gestern Abend nicht, um das Spendenkonto des Hilfsprojekts „Eine Dosis Zukunft“ aufzufüllen: Stolze 20.160 Euro sind bei der Spendengala zum Westfälisch-lippischen Apothekertag in der Münsteraner Jovel Music Hall zusammengekommen. „Damit haben wir insgesamt bereits über 270.000 Euro für das Hilfsprojekt in den Slums von Kalkutta gesammelt“, freute sich Gabriele Regina Overwiening, Präsidentin der Apothekerkammer Westfalen-Lippe, auf der Jovel-Bühne im Interview mit Katrin Weidemann, Vorstandsvorsitzende der Kindernothilfe und damit Repräsentantin des Kooperationspartnerst. „Bisher konnten wir fast 135.000 Kombi-Impfungen finanzieren und den Kindern damit einen Start in ein gesundes Leben ermöglichen“, so Overwiening. Zwei Euro kostet eine solche Kombi-Impfung, „daher lautet das Motto des Hilfsprojekts auch „Zwei Euro für ein Leben“, wie Weidemann erklärte.

Unterschriftenaktion nach EuGH-Urteil
Bürger in NRW fordern von Politik: Schützen Sie die Apotheken vor Ort!

Schon mehr als 230.000 Menschen in Nordrhein-Westfalen haben sich mit ihrer Unterschrift für den Erhalt und Schutz der wohnortnahen Apotheken zwischen Minden im Norden und Euskirchen im Süden des Landes ausgesprochen. Davon wurden 157.000 Unterschriften in den Apotheken aus Westfalen-Lippe gesammelt. Das ist der bisherige Stand der Auswertung für die Unterschriftenaktion „Gesundheitssystem in Gefahr“, die zwischen Dezember und Ende Februar in nordrhein-westfälischen Apotheken als Teil einer bundesweiten Aktion lief. Mehr als 1.200 Apotheken aus NRW haben Unterschriftenlisten eingeschickt – und noch immer gehen weitere Unterschriften bei der zentralen Auswertungsstelle der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände ein.

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29.04.2017

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Eine Infektion kann schon innerhalb von 24 Stunden lebensbedrohlich werden. ]]>