Erneute Forderung: Versandhandelsverbot für verschreibungspflichtige Arzneimittel
„Patienten werden aus dem Ausland nicht immer ordnungsgemäß versorgt“

Die Apothekerkammer Westfalen-Lippe erneuert ihre Forderung nach einem zügigen Verbot des Versandhandels für verschreibungspflichtige Arzneimittel. „Wir müssen feststellen, dass Patienten in vielen Fällen von den Versendern nicht ordnungsgemäß versorgt werden“, sagt Kammerpräsidentin Gabriele Regina Overwiening. Eine rechtliche Handhabe dagegen gibt es aber nicht. Das hat die Apothekerkammer inzwischen sogar vom Landesgesundheitsministerium schwarz auf weiß: „Ausländischen Apotheken obliegt nicht die im öffentlichen Interesse gebotene Sicherstellung einer ordnungsgemäßen Arzneimittelversorgung“, schreibt das Landesgesundheitsministerium der Kammer.

Kühlkette einhalten
2,7 Millionen kühlpflichtige Medikamente abgegeben

Viele Medikamente sind nur bei kühler Lagerung dauerhaft wirksam. Bundesweit muss durchschnittlich jedes 24. zulasten der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) abgegebene Arzneimittel gekühlt werden, zum Beispiel einige Insuline. „Werden kühlpflichtige Arzneimittel zu warm gelagert, verlieren sie ihre Wirkung“, erläutert Gabriele Regina Overwiening, Präsidentin der Apothekerkammer Westfalen-Lippe. „Aber niemand kann einem Medikament ansehen, wie es gelagert wurde. Deshalb müssen bei der Lagerung und dem Transport besondere Sorgfaltspflichten eingehalten werden. Apotheker informieren ihre Patienten darüber, aber es ist wichtig, dass diese Hinweise auch von Patienten beachtet werden.“ Auf jeder Packung ist vermerkt, ob ein Medikament kühl gelagert werden muss. Patienten sollten diese Medikamente im Kühlschrank bei Temperaturen zwischen zwei und acht Grad aufbewahren.

Pharmakotherapie-Symposium der University of Florida im Erbdrostenhof
Pharmazeutische Betreuung des Patienten verbessern

„Pharmazeutische Expertise am Patienten“ war das Thema bei einem internationalen Symposium, das im Erbdrostenhof Münster stattfand. Unterstützt von der Apothekerstiftung Westfalen-Lippe diskutierten amerikanische und deutsche Experten zusammen mit über 120 spezialisierten Pharmazeuten aus Apotheke, Krankenhaus und Forschung den aktuellen Stand der Wissenschaft. Thematisch rückten Sie die medikamentöse Therapie kardiologischer Erkrankungen in den Fokus und besprachen neue Studien und Therapieempfehlungen. Dabei reichte das Themenspektrum von neuen Behandlungen bei den großen Volkskrankheiten wie Arteriosklerose und Herzschwäche bis hin zu den Einflüssen der Gene auf Erkrankung, Prognose und Therapie. Das Symposium war das erste seiner Art in Deutschland und unterstrich die aktuellen Bemühungen in den Apotheken hin zu mehr Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) und Unterstützung des Patienten bei seiner Medikation.

Landtagsabgeordnete Christina Schulze Föcking besucht Ewaldi-Apotheke in Laer
„Die Apotheke vor Ort ist unersetzlich“

Mit Christina Schulze Föcking absolvierte eine frisch wiedergewählte CDU-Landtagsabgeordnete ein Apothekenpraktikum in der Ewaldi-Apotheke Laer. Bei Apotheker Jürgen Giese nutzte sie die Gelegenheit, hinter die Kulissen zu schauen. „Die Apotheke vor Ort ist essentiell wichtig, das merke ich immer wieder, wenn ich für meine eigene Familie Arzneimittel benötige. Die Beratung hier ist unersetzlich“, betonte die Politikerin. Apotheker Giese erklärte der Landtagsabgeordneten unter anderem den Handverkaufstisch, wo die individuelle Beratung der Patienten stattfindet. Giese erklärte, dass bei der Arzneimittelherausgabe stets darauf geachtet werde, was der Patient zusätzlich zu den ärztlich verordneten Arzneimitteln einnimmt. „Bei möglichen Wechselwirkungen raten wir zu einem anderen, vergleichbaren Medikament“, so Giese. Außerdem warf Christina Schulze Föcking einen Blick in die Rezepturherstellung und das „Generalalphabet“, dem Apothekerschrank mit den vielen Schubladen, in dem die Medikamente gelagert werden. Täglich werden hier Verfallsdaten und Vollständigkeit überprüft. Auch ein diskreter, abgeschlossener Raum, in dem beispielsweise Kompressionsstrümpfe angemessen werden, steht zur Verfügung.

Kammerversammlung und Online-Mitteilungsblatt
Präsidentinnen-Bericht online und Filmbeitrag auf AKWL-TV

Am Mittwoch, 31. Mai 2017, fand die Frühjahrssitzung unseres westfälisch-lippischen Apothekerparlamentes statt. Über die wichtigsten Ergebnisse und Themen der Kammerversammlung informieren wir Sie in der Online-Ausgabe unseres Mitteilungsblattes. Sie finden die Ausgabe im Mitgliederbereich unserer Website. Zusätzlich haben wir die Präsentation zum Lagebericht der Kammerpräsidentin sowie die Resolution, die das Apothekerparlament zu drei Themenbereichen verabschiedet hat, online gestellt (Zu den Dokumenten »). Hinzu kommt: Erneut haben wir auch einen kurzen Nachrichtenbeitrag zur Kammerversammlung produziert. Diesen dreiminütigen Film finden Sie in unserem Youtube-Kanal AKWL-TV.

Neue Studie zum Gesundheitsbewusstsein
Mehr Rauch, weniger Alkohol und große Zufriedenheit mit dem Apothekensystem

„Seit 2008 hat sich das Gesundheitsbewusstsein der Menschen in Nordrhein-Westfalen kaum verändert. Aber es gibt regionale Unterschiede“, sagte heute Gabriele Regina Overwiening, Präsidentin der Apothekerkammer Westfalen-Lippe. Damit fasst sie die Ergebnisse einer repräsentativen Meinungsumfrage im Auftrag der Deutschen Apothekerschaft anlässlich des Tags der Apotheke am 7. Juni 2017 zusammen. Das infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft hat dafür telefonisch 3415 Bundesbürger ab 16 Jahren befragt. Die Ergebnisse wurden mit einer weitgehend identischen Umfrage aus dem Jahr 2008 verglichen.

Zahl der Apotheken weiter im Sinkflug
Apothekerparlament für gebührenfreie PTA-Ausbildung und neue Studienplätze in Ostwestfalen

Drei zentrale Anliegen stehen auf dem Wunschzettel der Apothekerinnen und Apotheker in Westfalen-Lippe an die neue Landesregierung: Bei ihrer Frühjahrssitzung in Münster-Roxel verabschiedeten die Delegierten des Apothekerparlamentes heute mit großer Mehrheit eine Resolution, in der sie ebenso eine gebührenfreie PTA-Ausbildung wie die Schaffung eines neuen Pharmazeutischen Institutes in Ostwestfalen fordern. „Außerdem erwarten wir, dass sich auch eine neue Landesregierung weiterhin zu der Forderung nach einem Versandhandelsverbot für verschreibungspflichtige Arzneimittel bekennt“, so Kammerpräsidentin Gabriele Regina Overwiening.

VAWL schließt erfolgreiches Geschäftsjahr 2016 ab
Damit die Altersversorgung sicher bleibt: Vertreterversammlung macht den Weg frei für umfassendes Maßnahmenpaket

Die Vertreterversammlung des Versorgungswerkes der Apothekerkammer Westfalen-Lippe (VAWL) hat heute den Weg für ein umfangreiches Maßnahmenpaket frei gemacht. Bei drei Nein-Stimmen und vier Enthaltungen beschlossen die Delegierten eine Modifizierung des Leistungsrechts. „Unseren Mitgliedern wollen und werden wir auch in Zeiten dauerhaft niedriger Zinsen und großer Umbrüche auf dem Kapitalmarkt eine sichere Altersversorgung auf höchstmöglichem Niveau bieten“, kommentiert der Vorstandsvorsitzende Dr. Mathias Flume (Dortmund) die heute in Münster beschlossenen Satzungsänderungen.

Neuntes AMTS-Symposium in Münster
110 neue AMTS-Manager ernannt

110 Apothekerinnen, Apotheker und Pharmazeuten im Praktikum aus 66 Apotheken wurden am Samstag beim neunten AMTS-Symposium im PharmaCampus der WWU Münster offiziell zu AMTS-Managern ernannt, 40 AMTS-qualifizierte Apotheken sind neu dazugekommen. Damit haben insgesamt 812 Apotheker/innen die Zusatz-Ausbildung der Apothekerkammer Westfalen-Lippe durchlaufen, die 369 qualifizierten Apotheken sind online unter www.ausbildungsapotheke.de zu finden. Trotz aktueller Lage und Unmut über das Urteil des EuGH ließen sich die Apothekerinnen und Apotheker ihre Laune nicht verhageln und feierten ihren frisch erreichten AMTS-Manager.

Am 7. Juni ist Tag der Apotheke
Hausapotheken-Check / Maßgeschneiderte Medikamente / Auch im Notfall für Patienten da

Der 7. Juni ist der ‚Tag der Apotheke‘. Viele Apotheken in Westfalen-Lippe bieten jetzt einen Hausapotheken-Check an. Unbrauchbare oder nicht mehr benötigte Arzneimittelreste werden dabei aussortiert. Ist das Haltbarkeitsdatum eines Medikaments überschritten, darf es nicht mehr angewendet werden. Das gilt auch, wenn es äußerlich einwandfrei erscheint. „Denn Arzneistoffe verändern sich auch bei sachgemäßer Lagerung im Laufe der Zeit“, betont Apothekerin Gabriele Regina Overwiening, Präsidentin der Apothekerkammer Westfalen-Lippe. „Zu lange gelagerte Medikamente können unwirksam werden oder im schlimmsten Fall sogar schädliche Nebenwirkungen hervorrufen. Diese Veränderungen sind nur selten äußerlich erkennbar.“

„Um den Berufsstand sehr verdient gemacht“
Apothekerin Dr. Gisela Wurm im 94. Lebensjahr verstorben

Am Montag, 1. Mai verstarb im 94. Lebensjahr Apothekerin Dr. Gisela Wurm, die sich durch ihre langjährige ehrenamtliche Tätigkeit in den Gremien der Apothekerkammer Westfalen-Lippe um den Berufsstand sehr verdient gemacht hat. Die in Halle an der Saale geborene Apothekerin, die ihre letzten Lebensjahre in Hannover verbrachte, war zwei Jahrzehnte lang, von 1973 bis 1993, Mitglied der westfälisch-lippischen Kammerversammlung. Während dieser Zeit war sie ununterbrochen Mitglied des Fortbildungsausschusses, dem sie von 1973 bis 1989 vorstand. Zudem bestimmte sie von 1977 bis 1989 als Vorstandsmitglied die Berufspolitik in Westfalen-Lippe mit. „Gerade am Aufbau und Ausbau unseres umfangreichen Fortbildungsangebotes für Apotheker, PTA und PKA hat Dr. Gisela Wurm einen großen Anteil“, würdigt Kammerpräsidentin Gabriele Regina Overwiening die Verstorbene.

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